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Fotos organisieren

13.07.2007 | 15:03 Uhr |

Wer viele Fotos auf der Festplatte anhäuft, braucht eine passende Ablage. Das Ordnungsprinzip bestimmt, wie einfach und schnell Sie an Ihre Aufnahmen herankommen.

Wer viele Fotos auf der Festplatte anhäuft, braucht eine passende Ablage. Das Ordnungsprinzip bestimmt, wie einfach und schnell Sie an Ihre Aufnahmen herankommen.

1. Archivieren mit Bordmitteln
Wer Bilddaten regelmäßig von der Speicherkarte in einen Ordner auf der Festplatte überträgt, legt damit einen wichtigen Grundstein für ein strukturiertes Bildarchiv. Wie leicht Sie die Bilder später wiederfinden, hängt vor allem von den Verzeichnisnamen ab.

Chronologisch: In den meisten Fällen empfiehlt es sich, systematisch mit der Jahreszahl und dem Monat zu beginnen, damit der Verzeichnisbaum im Explorer chronologisch angezeigt wird. Daran anschließend vergeben Sie eines oder mehrere inhaltsbezogene Schlagwörter, also zuerst ein eher allgemeines, dann spezielle, die das Thema der Aufnahmen gut beschreiben. Beispiele für solche Ordnernamen sind „2007.07 Urlaub Griechenland Kreta“, „2007.06 Geburtstag Oma“ oder „ 2006.12 Nürburgring Nordschleife Unfall Totalschaden“. Anhand der Ordnernamen spüren Sie die Bilder beim Durchblättern im Explorer recht schnell auf. Wenn Sie Ihre Verzeichnisse konsequent auf diese Weise benennen, lassen sich die Fotoordner sogar über die Windows-Suche abfragen. Zum Sichten und Auswählen von Bildern nutzen Sie den Thumbnail-Modus im Windows-Explorer („Ansicht, Miniaturansicht“).

Bei diesem Ablagesystem mit Bordmitteln brauchen Sie keine Zusatz-Tools. Verzichten müssen Sie allerdings auf eine umfassende Fotosuche und die Möglichkeit, ein Motiv vernünftig mehreren Themenbereichen zuzuordnen.

2. Ordnerverwaltung mit Gratis-Tools
Wie in Punkt 1 speichern Sie die Bilder in Verzeichnissen, allerdings setzen Sie einen schnellen Bildbetrachter wie Faststone Image Viewer oder Xnview ein. Damit browsen Sie durch die Bilderordner und sehen sich eine Fotovorschau in einstellbarer Größe an.

Weil viele Bildbetrachter die Thumbnails in einem Cache speichern, erscheinen die Miniaturbildchen beim Anklicken eines Ordners fast ohne Verzögerung. Das ist besonders bei großen Bilddateien ein handfester Vorteil. Häufig aufgerufene Ordner lassen sich als Favoriten markieren und ohne Umweg über die Dateistruktur öffnen.

Nützliche Funktionen: Die von der Kamera automatisch erzeugten Dateinamen sind alles andere als aussagekräftig. Deshalb lassen sich Fotoserien in Faststone Image Viewer und Xnview in einem Rutsch mit einheitlichen Namen und fortlaufenden Nummern versehen – entsprechend der Ordnerbezeichnung. Typische Bildbearbeitungsoptionen wie Drehen und vertikales Spiegeln komplettieren den Funktionsumfang der Viewer. Außerdem können Sie alle Dateien eines Ordners oder ausgewählte Bilder als Diashow vorführen.

3. Bildarchiv mit Picasa
Erheblich mehr Komfort erzielen Sie, wenn Sie ein Fotoarchivprogramm wie Picasa einsetzen. Mit einer Bilddatenbank können Sie Ihre Fotos nicht nur nach Dateiname, Größe oder Datum sortieren, sondern in einer Kalenderdarstellung auch nach Aufnahmedatum. Die von der Kamera automatisch in die Bilddatei eingebettete Datumsangabe ist verlässlicher als das Erstellungs- oder Änderungsdatum von Windows.

Sie können die Bilder wie bei einer Playlist in Winamp oder iTunes in persönlichen Alben sammeln. Das ist praktisch, etwa um für eine Präsentation oder eine Foto-DVD mehrere Aufnahmen von einer bestimmten Person oder von einem Ort zusammenzutragen. Wie im Bildbetrachter erleichtern Ihnen zoombare Vorschaugrafiken die Auswahl eines Motivs.

Weitere Vorteile: Für Picasa spricht, dass die Software die Bilder nicht in eine eigene Bibliothek kopiert, wie das bei anderen Archivprogrammen der Fall ist. Stattdessen orientiert sich Picasa ausschließlich an der bereits bestehenden Ablagestruktur auf der Festplatte. Dadurch kommen Sie weiterhin im Windows-Explorer an Ihre Fotos heran. Außerdem nimmt Picasa Änderungen am Bild wie Drehen oder Farbkorrekturen nicht an der Datei selbst vor, sondern hält sie in einer Datenbank fest. Erst wenn Sie ein Bild betrachten oder ausdrucken, wendet Picasa die gespeicherten Änderungen an, das Original bleibt jedoch erhalten.

Bildarchiv anlegen: Beim ersten Start von Picasa durchsucht die Freeware die Festplatte nach Bilddateien und nimmt sie in die Datenbank auf. Anschließend erscheinen die Fotos als Thumbnails in einer chronologischen Sortierung nach Aufnahmedatum. Mit der Maus verschieben Sie Bilder zwischen den Ordnern. Gewöhnungsbedürftig: Zum Anlegen eines neuen Ordners müssen Sie erst mehrere Bilder markieren und „Datei, In neuen Ordner verschieben“ wählen.
Ordner überwachen: Damit Picasa außerhalb des Tools vorgenommene Änderungen an den Bildern erkennen kann, müssen Sie die Fotoordner zur Überwachung freigegeben. Das geht über den Befehl „Tools, Ordner-Manager“.

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