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Fotodruck ohne PC

26.08.2005 | 09:16 Uhr |

Pictbridge, Speicherkarten, Docking Station oder drahtlos – verschiedene Arten ohne PC zu drucken. Ausschlaggebend für die Gunst des Anwenders sind Kompatibilität, Bedienfreundlichkeit und Funktionsvielfalt. Wir zeigen, welches Verfahren zur Zeit das Rennen macht.

Bei Pictbridge verbinden Sie die ausgeschaltete Kamera mit dem aktiven Drucker. Dann schalten Sie die Kamera ein. Sie zeigt die Verbindung an und ist für das Auslösen des Drucks zuständig. Beide Geräte kommunizieren miteinander und klopfen ab, welche Funktionen beide beherrschen. Nur diese sind aktiv und wählbar (siehe Abbildung). Grundsätzlich sollten Sie am Kameramenü definieren können, ob Sie ein bestimmtes Foto oder alle Aufnahmen drucken wollen. Außerdem sollten Sie das Format festlegen können, und ob mit oder ohne Rand gedruckt werden soll. Unserer Erfahrung nach zählen jedoch Index- und Mehrfachdruck zu jenen Optionen, die nicht immer zur Verfügung stehen. Im Klartext: Sie sind zwar am Kameramenü vorhanden, aber inaktiv, wenn sie der Drucker nicht beherrscht. Auch nicht stets, aber in vielen Fällen lassen sich Zusätze auswählen, die das Foto näher definieren – Beispiele: Drucken des Aufnahmedatums und des Dateinamens.

Nach dem Auslösen des Druckbefehls, ruft der Printer die Bilddaten von der Kamera ab. Die sehen in dieser Zeit kein Foto auf dem Display Ihrer Kamera, sondern eine Meldung wie etwa „Datenübertragung". Erst wenn der Druck beendet ist, zeigt der Bildschirm der Kamera das eben ausgegebene Foto an. Gleichzeitig meldet der Drucker der Kamera, dass die Arbeit beendet ist. Sie können jetzt ein neues Motiv auswählen oder den Vorgang beenden. Dazu schalten Sie die Kamera ab und lösen dann erst die USB-Verbindung zum Drucker. Bei einer Trennung der Geräte im Betrieb der Kamera oder während der Datenübertragung, können Daten verloren gehen – sprich das gerade aktive Bild kann zerstört werden.

Sonderform: USB-Stick statt Kamera

Aktuelle Druckermodelle mit Pictbridge-Schnittstelle können nicht nur mit angeschlossenen Digitalkameras kommunizieren, sondern teilweise auch mit USB-Sticks. Er wird als Speichermedium erkannt und die Bilder am Vorschaumonitor angezeigt. Danach steuern Sie den Fotodruck über das Stand-alone-Menü des Druckers. Einschränkend zeigten unsere Stichprobentests allerdings, dass nicht jeder Drucker diese Fähigkeit mitbringt. Beherrscht hat den Druck vom USB-Stick beispielsweise das Multifunktionsgerät Epson Stylus Photo RX700, während der Fotodrucker Canon Pixma iP6000D oder das Kombigerät Lexmark P4350 den Stick als nicht kompatibel zurückwiesen.

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