1298185

Fortinet: Jede zwanzigste MMS ist mit Schädlingen infiziert

12.01.2006 | 09:18 Uhr |

Meldungen über neu aufgetauchte Handy-Viren wurden bislang eher belächelt und Warnungen der Antiviren-Softwareentwickler als Panikmache abgetan, doch jetzt ist eine nachprüfbare Statistik des Herstellers von Netzwerksicherheitslösungen Fortinet aufgetaucht, nach der jede zwanzigste MMS-Nachricht mit einem Wurm verseucht ist. Dies geht aus einem Report für den vergangenen Dezember 2005 hervor, der nach der Installation eines Virenfilters auf dem MMS-Gateway eines deutschen Mobilfunkanbieters erstellt wurde. Auch bei einem zweiten durch Fortinet durchgeführten Test kam man erneut zu dem Resultat, dass fünf Prozent der Nachrichten mit Schädlingen infiziert waren. Rund ein Drittel davon waren mit dem Wurm Commwarrior.A, die anderen zwei Drittel mit Commwarrior.B befallen. Sie verbreiten sich sowohl per Bluetooth als auch per MMS und sorgen durch eine intensive Bluetooth-Nutzung für einen schnelleren Verbrauch des Handy-Akkus. Außerdem besteht das Risiko, durch einen Neustart seines Mobiltelefons gespeicherte Daten zu verlieren, sofern der Virus noch nicht entfernt wurde.




Obwohl die Daten auf dem ersten Blick erschreckend wirken können, sind sie nicht zwangsweise repräsentativ und könnten auf einer zeitlichen Anomalie beruhen. Ohnehin sind die Schadwirkungen von heutigen Würmern kaum bedrohlich und die in den MMS-Gateways installierten Virenfilter dürften einen Großteil der infizierten Nachrichten abfangen, noch bevor sie auf das Mobiltelefon gelangen. Dennoch kann schon jetzt etwas Vorsicht beim Öffnen von MMS-Anhängen fremder Absender nicht schaden.

powered by AreaMobile

Zurück zur Übersicht

0 Kommentare zu diesem Artikel
1298185