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Neues Wi-Fi-Protokoll steigert Datendurchsatz um 700 Prozent

16.11.2012 | 05:03 Uhr |

Ein neue Protokoll für drahtlose Verbindungen soll den Datendurchsatz in Wi-Fi-Netzwerken künftig um den Faktor 7 erhöhen.

Forschern an der NC State University ist es gelungen, den Datendurchsatz in Wi-Fi-Netzwerken um bis zu 700 Prozent zu steigern. Dazu musste keine neue Hardware eingesetzt werden, die Leistungssteigerung erfolgte ausschließlich durch eine spezielle Software. Demnach könnten sich auch bereits angeschaffte Router relativ einfach optimieren lassen.

Der primäre Einsatzzweck des neuen Systems läge in öffentlichen Wi-Fi-Hotspots , deren Leistung meist auf mehrere Anwender aufgeteilt werden muss. Bei zu viel Last sinken Übertragungsrate und auch die Latenz dieser Verbindungen oft rapide.

Um diese Problem zu umgehen, haben die Wissenschaftler ein Schema namens WiFox erstellt. Dabei kommt auf den Access Points eine spezielle Software zum Einsatz, die die Transfers bei zu viel Last priorisiert.

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Auf der ACM CoNEXT Konferenz im Dezember soll das neue WiFox-Protokoll erstmals vorgestellt werden. In ersten Tests konnte der Datendurchsatz eines Wi-Fi Access Points mit 45 verbundenen Geräten um bis zu 700 Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig ließ sich die Latenz um 30 bis 40 Prozent reduzieren. Ob WiFox schon bald im Rahmen eines Firmware-Updates angeboten werden soll, ließen die Erfinder noch offen.

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