Forschung

Magnetische Bakterien könnten neue Festplatten ermöglichen

Montag, 07.05.2012 | 17:58 von Michael Söldner
© leeds.ac.uk
Eisen fressende Bakterien, die sich magnetisch aufladen, könnten schon bald den Bau leistungsfähigerer Festplatten erlauben.
Forscher der britischen Universität von Leeds haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Tokyo University of Agriculture and Technology Experimente mit Bakterien durchgeführt, die sich von Eisen ernähren. Beim Verdauungsprozess der Mikroben laden sich diese magnetisch auf, ähnlich wie bei einer herkömmlichen Festplatte in einem PC.

Diese Forschungsergebnisse könnten nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler schon bald zur Entwicklung schnellerer Datenträger führen. Durch den Trend zu immer kleineren PC-Komponenten wird es für Ingenieure immer schwerer, auch die Elektronik in gleichem Maße mit zu schrumpfen. Die magnetischen Bakterien könnten hier einen Ausweg eröffnen.

Die magnetische Aufladung der Bakterien in der Natur erfolgt als Orientierung der Lebewesen. Diese im Wasser anzutreffenden Mikroben können durch die Ausrichtung am Magnetfeld der Erde Bereiche finden, in denen der Sauerstoffgehalt am höchsten ist.



Ein andere Forschungszweig beschäftigt sich mit mikroskopisch kleinen Leitungen, über die in Zukunft auch Informationen übertragen werden könnten. Auch hier bietet die Natur einen Bauplan, der für die Entwicklung kleinerer Computer genutzt werden könnte.

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Montag, 07.05.2012 | 17:58 von Michael Söldner
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