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Kohlenstoffnanoröhrchen ersetzen Silizium in IBM-Prozessoren

31.10.2012 | 05:59 Uhr |

IBM ist es gelungen, das bisher für Prozessoren zwingend notwendige Silizium mit speziellen Kohlenstoffnanoröhrchen zu ersetzen.

Wissenschaftler des Hardware-Herstellers IBM haben eine wichtige Hürde beim Verzicht auf Silizium in Prozessoren genommen. Anstelle des Halbleiters könnten schon bald Computer mit Kohlenstoffnanoröhrchen produziert werden. Diese sorgen für viele Vorteile, waren aber bislang noch nicht in einer ausreichenden Dichte platzierbar, die einen sinnvollen Einsatz ermöglicht hätte.

Ein neues Fertigungsverfahren von IBM sorgt dafür, dass auf einem Quadratzentimeter eine Milliarde Nanoröhrchen platziert werden können. Hierfür sind zwei Tricks nötig. Zuerst werden die Nanoröhrchen mit einer Chemikalie umhüllt, die dafür sorgt, dass sie wasserlöslich werden. Danach kommt eine Lösung zum Einsatz, die die o.g. Chemikalie mit dem Element Hafnium verbindet und so die Platzierung der Nanoröhrchen in kleinen Kanälen erlaubt.

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Die bislang erreichte Dichte sei zwar ein großer Fortschritt, trotzdem müsste die Technologie noch soweit verbessert werden, bis zehnmal so viele Nanoröhrchen auf einem Quadratzentimeter Platz fänden. Sollte dies gelingen, wäre die Produktion neuartiger Prozessoren möglich, die bei einem Drittel des heutigen Energiebedarfs eine dreimal so hohe Leistung vorweisen.

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