01.03.2012, 20:41

Michael Söldner

Forschung

Japanische Wissenschaftler stellen neuen o-RAM-Standard vor

©ntt.com

Japanische Forscher haben einen neuen RAM-Standard speziell für das Internet vorgestellt, der Daten mithilfe von Licht speichern kann.
Die Wissenschaftler des japanischen Telekommunikationsriesen NTT haben einen optischen RAM-Speicher präsentiert, bei dem Daten nicht mehr elektronisch abgelegt werden. Das Ziel des auf Licht basierenden Speichers sei es jedoch nicht, eine DRAM-Alternative mit Lichtgeschwindigkeit zu schaffen. Dies sei in naher Zukunft schlichtweg nicht möglich. Die Idee hinter dem o-RAM-Speicher sei eher auf eine effiziente Zwischenspeicherung in Internet-Routern und -Switches ausgelegt, die oft mehrere Tausend Server in Rechenzentren miteinander verbinden.

Der Prototyp mit o-RAM arbeitet mit 4-Bit und erreicht eine Geschwindigkeit von 40 Gigabits pro Sekunde. Ziel seien Chips mit 10 Kilobit oder sogar 1 Megabit. Hierfür wäre jedoch noch viel Forschungsaufwand nötig: Die 10-Kilobit-Marke würde erst im Jahr 2020 geknackt, 1-Megabit-Speicher wären erst im Jahr 2025 möglich.
Notfall-Hilfe - Internet-Ausfall: Erste Hilfe für den Router

Optischer Speicher müssten im Netzwerkbereich jedoch nicht unbedingt große Datenmengen aufnehmen können, um sich als nützlich zu erweisen. Entsprechende Zwischenspeicher in optischen Routern könnten im Vergleich zu elektronischen Speichern daher auch sehr klein ausfallen.
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