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IBM imitiert menschliches Gehirn mit Computerchip

18.08.2011 | 17:29 Uhr |

Im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts entwickelt IBM einen Computerchip, der sich in seiner Funktionsweise am menschlichen Gehirn orientiert.

IBM hat heute sein neuestes Forschungsprojekt vorgestellt. Zusammen mit vier Universitäten und dem Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) ist es dem Unternehmen gelungen, einen Computerchip zu entwickeln, der Informationen wie ein menschliches Gehirn verarbeitet. Der so genannte kognitive Computerchip ist in der Lage zu rezipieren, zu interagieren und zu erkennen. Mit einer Mischung aus Supercomputing, Neurowissenschaft und Nanotechnologie wollen die Wissenschaftler so eine neue Generation von Computern erschaffen.

„Heutige Computer sind mehr wie Taschenrechner. Wir wollen etwas schaffen, das wie ein Gehirn funktioniert.“, erklärt Dharmendra Modha, Leiter des DARPA-Projekts. Die Forschungsergebnisse könnten das aktuelle Verständnis für die Funktionsweise von Computern komplett umkrempeln. Ziel ist es, eine künstliche Intelligenz zu schaffen, die mit alltäglichen Problemen umgehen kann. Einen Nutzen davon verspricht sich das Team vor allem für die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Regierungen.

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IBM hat bereits 2008 mit dem Projekt begonnen, erreichte im November 2009 den ersten Meilenstein und schließt nun die erste Phase ab: Eine Computer-Einheit die beliebig oft repliziert werden kann und damit den Grundstein für einen Gehirn-ähnlichen Chip legt. Dieser verfügt über „Neuronen“, die Informationen verarbeiten, „Synapsen“ als Grundstein für Erinnerungen und Lernprozesse sowie „Axone“, die die unterschiedlichen Computer-Einheiten miteinander verbinden.

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