Forschung

Deutscher Supercomputer Hermit nimmt Arbeit auf

Montag, 27.02.2012 | 17:51 von Denise Bergert
Deutschlands schnellster Supercomputer steht in Stuttgart, trägt den Namen Hermit und hat heute seine Arbeit für Forschung und Industrie aufgenommen.
Mit Hermit hat heute der schnellstes Supercomputer Deutschlands seine Arbeit am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) aufgenommen. Hermit bringt es mit einer Leistung von einem Petaflop auf rund eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde. Im weltweiten Vergleich landet der Supercomputer damit auf dem zwölften Rang. Hermits Rechenpower soll in Zukunft für die Forschung in den Bereichen Umwelt, Mobilität, Gesundheit und Energie eingesetzt werden. Der Rechner kann außerdem für industrielle Produktionsprozesse genutzt werden.

In Hermit kommen AMDs Interlagos-Prozessor und die Cray-XE6-Technologie zum Einsatz. Für das nächste Jahr plant das HLRS einen Ausbau, der Hermit auf fünf bis sechs Petaflops aufstocken soll. Ganze 22,5 Millionen Euro hat das Höchstleistungsrechenzentrum bereits in den Supercomputer investiert. Die Betriebskosten schlagen mit satten zwei Millionen Euro jährlich zu Buche. Die Finanzierung übernehmen das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg und BMBF im Rahmen des PetaGCS-Projekts.

Damit Hermit kein allzu großes Loch in die Haushaltskasse reißt, setzt das HLRS auf niedrigen Energieverbrauch und ein effizientes Kühlkonzept, bei dem die einzelnen Komponenten durch eine Wasserkühlung unterstützt werden.

Montag, 27.02.2012 | 17:51 von Denise Bergert
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