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Älteste Bibel wird eingescannt

12.05.2008 | 15:07 Uhr |

Gemeinsam mit der Universität Leipzig arbeiten Microsoft und Xplain an der Digitalisierung der ältesten Bibel der Welt. Die in alle Welt verstreuten Einzelteile sollen mit diesem Projekt erstmals vereint werden.

Microsoft und die Xplain GmbH arbeiten gemeinsam mit der Universität Leipzig an der Digitalisierung der ältesten handschriftlichen Bibel der Welt. Die Bestandteile des so genannten Codex Sinaiticus, die zum Weltschrifterbe gehören, sind auf der ganzen Welt verstreut. Das Projekt will diese Fragmente, die sich unter anderem in London, St. Petersburg und im Sinai befinden, erstmals digital vereinen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Den Anfang machen 43 Blätter, die sich im Besitz der Leipziger Uni befinden. Diese wurden mit der von der Pixelpark -Gruppe Xplain entwickelten Silverlight-Technologie so materialschonend wie möglich eingescannt und mit einer filmischen Navigation, Zoomfunktionen und Begleitinformationen versehen. Sogar Schönheitsfehler wie Eselsohren oder Blutflecken können somit entfernt werden.

„Dieses Projekt ist wegweisend, sowohl inhaltlich als auch technisch. Mit der von uns in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelten Silverlight-Lösung können wir den Codex Sinaiticus in einer Qualität bereitstellen, die besser ist als das Original“, erklärt Christoph Kappes, Geschäftsführer der Xplain GmbH. Das Projekt ist schon jetzt im Internet unter www.e-manuscripts.org zugänglich. Nach der Installation des dort erhältlichen Clienten (1,3 Megabyte), können Teile der digitalisierten Schriften in mehreren Zoomstufen begutachtet werden: „Wir können die Schrift in so vielen verschiedenen Darstellungen zeigen, dass ein lebendiger Eindruck vom Original entsteht. Das hat es in dieser Form bisher noch nicht gegeben. Daneben ist es natürlich höchst spannend, am Erhalt des Weltschrifterbes mitzuwirken.“, so Kappes abschließend.

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