03.07.2012, 05:56

Denise Bergert

Forschung

3D-Display so dünn wie eine Seifenblase

©YouTube

Wissenschaftler haben ein 3D-Display entwickelt, das so dünn ist wie eine Seifenblase.
Aktuell finden sich auf dem Markt gleich mehrere mobile Endgeräte, die von sich behaupten, sie wären die weltweit dünnsten. Wenn es ums Material geht, ist es jedoch schwer, etwas dünneres zu finden, als die Haut einer Seifenblase. Wissenschaftler der University of Tokyo, der Carnegie Mellon University und der University of Tsukuba haben sich dieses naturwissenschaftliche Phänomen zum Vorbild für ein 3D-Display genommen.
Das so genannte Kollodial-Display aus ihrem aktuellen Forschungsprojekt besteht aus speziellen Flüssigkeiten, die eine Membran, ähnlich der einer Seifenblase bilden. Der Unterschied: Die Oberfläche des Kollodial-Displays ist wesentlich robuster. Mit Hilfe von Ultraschall-Schwingungen können die Oberflächen-Eigenschaften des Displays beeinflusst werden. So kann die 3D-Seifenblase beispielsweise ihre Durchsichtigkeit oder ihre Textur anpassen, um Bilder zu generieren.
Verwendet man mehrere der Kollodial-Bildschirme, können damit sogar Bilder mit 3D-Effekt erzeugt werden. Die Forscher haben bereits ein Patent für ihre Erfindung angemeldet. Wann und ob es das Display tatsächlich zur Marktreife schaffen wird, bleibt abzuwarten. Im folgenden Video können Sie sich einen Eindruck von der neuen Technik machen.
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