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Forscher entwickeln Malware, die sich über Sound-Signale verbreitet

03.12.2013 | 18:04 Uhr |

Eine von deutschen Forschern entwickelte Schadsoftware kann Daten zwischen zwei Computern mit unhörbaren Ton-Signalen übertragen.

Bislang verbreiten sich Schadprogramme über das Internet oder gelangen von angeschlossenen Datenträgern auf den Rechner. Forschern des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) ist es nun jedoch gelungen, den Prototyp einer Malware zu erstellen, die sensible Informationen über unhörbare Audiosignale verbreitet.

Damit ließen sich Tastaturanschläge oder ähnlich empfindliche Daten sogar von Rechnern abgreifen, die gar nicht mit einem Netzwerk verbunden sind. Möglich wird dies durch Töne, die über die Lautsprecher eines Rechners an das eingebaute Mikrofon eines zweiten Computers übertragen werden. Die Forscher konnten so Passwörter und kleine Datenpakete über eine Entfernung von bis zu 20 Metern übertragen.

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Durch die Übernahme in der Nähe befindlicher Rechner könnte die Entfernung jedoch auch deutlich größer ausfallen, wenn ein PC die Daten unbemerkt zum nächsten transportiert. Hinderlich dabei ist jedoch die geringe Übertragungsgeschwindigkeit von 20 Bits pro Sekunde. Für das Ausspähen von Passwörtern reiche dieses Tempo aber aus.

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