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Forscher entdecken Dünen auf Pluto

11.09.2015 | 10:17 Uhr |

Die NASA hat wie kürzlich versprochen neue Fotos des Zwergplaneten Pluto veröffentlicht, die die NASA-Sonde New Horizons bei ihrem Vorbeiflug an Pluto aufgenommen hat. Auf den Fotos ist eine komplexe Oberfläche zu erkennen.

Die jetzt zur Erde gelangten Bilder besitzen eine Auflösung von 400 Metern pro Pixel. Die Detailaufnahmen von Pluto zeigen völlig unterschiedliche Oberflächenstrukturen und lassen auf komplexe Prozesse auf dem Zwergplaneten schließen. Diese komplexen Strukturen könnten sich mit allem messen, was man sonst im Sonnensystem bisher gesehen habe, meint Alan Stern, wissenschaftlicher Leiter des New-Horizons-Projekts.

Dünen auf Pluto

Zu den spektakulärsten Entdeckungen gehören Oberflächenstrukturen, die wie Dünen aussehen. Außerdem glauben die Wissenschaftler Ströme mit gefrorenem Stickstoff ausgemacht zu haben. Den NASA-Wissenschaftlern zufolge sei die Oberfläche von Pluto genauso komplex wie die des Mars.

Hier wollen die Forscher in dem dunklen Bereich Dünen entdeckt haben. Und zwar im dunklen Bereich in der Mitte mit den dunklen Erhebungen. Dieses Foto zeigt außerdem eine dunkle von Kratern durchsetzte Landschaft, die relativ alt sein soll. Und eine hellere, jüngere und flachere Region. New Horizons machte dieses Foto von Pluto am 14. Juli 2015 aus seiner Entfernung von 80.000 Kilometern.
Vergrößern Hier wollen die Forscher in dem dunklen Bereich Dünen entdeckt haben. Und zwar im dunklen Bereich in der Mitte mit den dunklen Erhebungen. Dieses Foto zeigt außerdem eine dunkle von Kratern durchsetzte Landschaft, die relativ alt sein soll. Und eine hellere, jüngere und flachere Region. New Horizons machte dieses Foto von Pluto am 14. Juli 2015 aus seiner Entfernung von 80.000 Kilometern.
© NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute

Das Vorhandensein von Dünen verblüfft die Forscher ganz besonders. Weil die Atmosphäre von Pluto heute eigentlich zu dünn für die Entstehung von Dünen sei. Entweder hatte Pluto einst eine dickere Atmosphäre oder aber an der Entstehung der Dünen sind Prozesse beteiligt, die die Forscher bisher nicht kennen.

Die Entdeckung von Dünen würde zu anderen spektakulären Entdeckungen passen. Denn auf Pluto gibt es auch Nebel und das bereits erwähnte fließende Eis.

Übertragung aller Daten dauert ein Jahr

Derzeit befindet sich New Horizons mehr als 5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und bereits 69 Millionen Kilometer hinter Pluto. Seit dem letzten Wochenende funkt New Horizons seine gesammelten Daten zur Erde. Aufgrund der langsamen Datenübertragung dauert es aber bis Oktober 2016, bis alle Daten, die bei dem Vorbeiflug aufgenommen wurden, zur Erde gelangt sind. Denn die Pluto-Sonde New Horizons schickt die Daten nur mit 1 bis 4 Kilobytes pro Sekunde auf den Weg zur Erde.

 

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