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Migration auf Windows Vista beginnt 2008

05.12.2007 | 10:30 Uhr |

Ab Mitte nächsten Jahres erwartet Forrester Research die ersten unternehmensweiten Umstellungsprojekte auf das Microsoft-Betriebssystem Windows Vista.

Gegenwärtig nutzten die meisten Firmen in Europa und Nordamerika noch ältere Windows-Versionen auf ihren Desktop-Systemen, berichtet Forrester -Analyst Benjamin Gray in einer aktuellen Studie. 84 Prozent arbeiten demnach mit Windows XP, elf Prozent verlassen sich auf das Vorgängersystem Windows 2000. Dahinter stehe das Bemühen um eine weitgehende Standardisierung der Desktop-Landschaften. Doch dieses Bild ändere sich grundlegend, prognostizieren Gray und seine Kollegen: Bis Mitte 2008 werde mindestens ein Drittel der Betriebe unternehmensweite Migrationsprojekte auf Windows Vista anstoßen.

Die Voraussetzungen für einen Umstieg verbesserten sich stetig, begründen die Marktforscher ihre Vorhersage. So wachse die Anzahl der für Windows Vista zertifizierten Anwendungen; zugleich ersetzten etliche Unternehmen ihre Hardware durch leistungsstärkere Systeme, die für einen Betrieb des aktuellen Microsoft-Systems besser geeignet sei. Ebenso sinken die Preise für einschlägige Desktop-PCs, was die erforderlichen Hardwareinvestitionen auf ein erträgliches Maß herabsetze. Gleichwohl handele sich bei Betriebssystemwechseln regelmäßig um Großprojekte, die oft erst nach mehreren Jahren abgeschlossen seien.

Die Akzeptanz von Windows Vista in Unternehmen hält sich bislang in engen Grenzen (siehe auch: Unternehmen sparen sich Windows Vista ). Kritiker monieren vor allem, dass ein Umstieg kaum nennenswerte Vorteile bringe. Auch das Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner erwartete für das laufende Jahr kaum Auswirkungen auf den PC-Markt durch Windows Vista.

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Forrester Research kommt zu einer optimistischeren Einschätzung. Zwar bleibe Windows XP auch im nächsten Jahr das dominierende Desktop-Betriebssystem im professionellen Umfeld. Doch mindestens ein Viertel der Unternehmen in Europa und Nordamerika werde 2008 bereits Windows Vista einsetzen. Windows 2000 behalte in einigen isolierten IT-Bereichen seine Berechtigung. Die große Frage sei, wie die Alternativen zur Windows-Plattform abschneiden, kommentiert Gray. Er meint damit vor allem die diversen Linux-Distributionen, die sich auf dem Desktop bisher schwer taten. Verschwinden werde Linux auf den Enterprise Desktops keineswegs, so seine Prognose. Die Linux-Distributoren arbeiteten intensiv daran, das Open-Source-Betriebssystem auch in diesem Bereich fit für den Unternehmenseinsatz zu machen. In den nächsten Jahren sei mit einem wachsenden Nutzungsgrad von Linux auf dem Desktop zu rechnen. (wh)

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