48240

Microsofts Security-Lösungen werden integriert

08.08.2008 | 10:01 Uhr |

Unter der Marke Forefront zieht Microsoft einzelne Sicherheitslösungen zusammen. Über eine einzige Konsole sollen verschiedenste Security-Funktionen zu verwalten sein - so das Fernziel. Dazu ist noch einiges an Arbeit zu leisten.

In den vergangenen Jahren hat Microsoft eine Reihe kleinerer Firmen eingekauft, auf deren Basis der Softwareriese seine Produktlinie an Sicherheits-Tools aufbauen will. Hinzu kommen im eigenen Haus entwickelte Security-Technologien. Die große Herausforderung heißt nun, aus den einzelnen Teilen nicht nur ein integriertes Paket zu schnüren, sondern auch die Technologien in einzelne Server- und Client-Produkte einfließen zu lassen.

Die Anwender erwarten schließlich von ihren Security-Herstellern genau das: Durch die Integration spezieller Produkte einerseits umfassendere Lösungen zu bieten, andererseits durch die Verwaltung nur einer großen Security-Suite den Administrationsaufwand und damit auch die Betriebskosten zu senken. Nichts anderes als diese Erwartung versucht auch Microsoft mit Forefront zu erfüllen.

Forefront schickt sich an, nahezu alle Ebenen der IT-Sicherheit zu besetzen. Sie umfasst die Bereiche Client, Server und 'Edge'. Mit Edge sind die äußersten Grenzen des Netzwerks gemeinti, an welchen Malware und Spam (auch Unsolicited Bulk Mail oder UBE genannt) abgewehrt werden sollen. Das Fundament für den Bereich Content-Sicherheit bildet das 'Antigen'-Produkt der akquirierten Firma Sybari. Microsofts eigene 'Client Security'-Produkte werden nun zu einer 'Forefront Client Security' integriert. Für den Bereich Edge schließlich kommt der ISA Server ins Spiel.

Microsoft konzentriert seine Bemühungen auf den Schutz der weit verbreiteten Server-Produkte wie Exchange, ISA-Server, Sharepoint und des Office Communication Server. Sind sie effektiv geschützt, ist bereits für ein hohes Maß an Sicherheit gesorgt. Wobei dem ISA-Server im Forefront-Portfolio eine besondere Rolle zukommt: Er soll für die Zugriffskontrolle und Datenfilterung auf Applikationsebene an den äußeren Netzgrenzen sorgen. Die ehemaligen Antigen-Produkte schützen ergänzend hierzu die nachgelagerten Applikations-Server (etwa Sharepoint, Exchange), während Forefront Client Security für die Absicherung der internen Clients und Server auf Betriebssystem-Seite sorgt.

Microsofts aktuelle Forefront-Familie

  • Microsoft Forefront Client Security (Host-basierender Schutz);

  • Microsoft Forefront Security for Exchange Server (Content-Filter für SMTP, ersetzt Microsoft Antigen for Exchange/SMTP-Gateways);

  • Microsoft Forefront Security for Sharepoint (Content-Filter für Sharepoint, ersetzt Antigen for Sharepoint);

  • Microsoft Forefront Security for Office Communications Server (Content-Filter für IM, ersetzt Antigen for Instant Messaging);

  • Microsoft ISA-Server (Firewall und Remote Access);

  • Whale Communications Intelligent Application Gateway.

0 Kommentare zu diesem Artikel
48240