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Bill Gates nicht mehr der reichste Mensch der Welt

06.03.2008 | 14:55 Uhr |

Das "Who's who" der reichsten Menschen der Welt wird jährlich vom Wirtschaftsmagazin Forbes in der gleichnamigen Liste veröffentlicht. In der aktuellen Ausgabe für das Jahr 2008 gibt es eine kleine Überraschung: Erstmals seit 13 Jahren belegt Microsoft-Gründer Bill Gates nicht mehr den ersten Platz. Und auch für den zweiten Platz hat es nicht gereicht. Schuld daran ist laut Forbes das Übernahmeangebot für Yahoo.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat seine berühmte Liste der reichsten Menschen der Welt für das Jahr 2008 veröffentlicht. 13 Jahre lang hatte Bill Gates das Abo auf den ersten Platz, in diesem Jahr konnte sich hingegen Warren Buffett mit einem geschätzten Vermögen von 62 Milliarden Dollar die Top-Position sichern. Auf Platz 2 folgt Carlos Slim Helu & Familie mit 60 Milliarden Dollar. Slim ist in der Telekommunikations-Branche tätig. Bill Gates hingegen muss sich mit 58 Milliarden Dollar in diesem Jahr mit Bronze zufrieden geben.

Aus Sicht von Forbes waren vor allem sinkende Kurse der Microsoft-Aktien in Folge des Übernahmeangebots für Yahoo Ursache für das Abrutschen von Gates. So erfolgte das Angebot an Yahoo am 31. Januar, Forbes kalkulierte die Aktienkurse für seine Liste zum Stichtag 11. Februar. Hätten sich die Microsoft-Anteile positiv oder seitwärts entwickelt, wäre es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Buffett und Gates um Platz eins gekommen, so das Magazin.

Dafür hat Microsoft laut Forbes dafür gesorgt, dass es Mark Zuckerberg (23 Jahre), der Gründer von Facebook, erstmals in die Reichsten-Liste geschafft hat. Zuckerbergs Vermögen wird von Forbes auf 1,5 Milliarden Dollar geschätzt. Für die Schätzung wurde unter anderem ein Investment seitens Microsoft berücksichtigt, das bereit war, 240 Millionen Dollar für gerade mal 1,6 Prozent Anteil an Facebook auf den Tisch zu legen. Vielfach wird Zuckerberg als der bislang jüngste Milliardär in der Geschichte der Forbes-Liste genannt. Diese Ehre gebührt allerdings einem Deutschen: Albert von Thurn und Taxis, der bereits mit 18 Jahren (2004) auf 1,4 Milliarden Dollar geschätzt wurde und immer noch in der Liste zu finden ist. Aktuell mit einem Vermögen von 2,3 Milliarden Dollar. Immerhin ist Zuckerberg der jüngste Milliardär in der aktuellen Forbes-Liste und wahrscheinlich der bislang jüngste Selfmade-Miiliardär der Geschichte.

Die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page finden sich mit 18,7 respektive 18,6 Milliarden Dollar auf den Plätzen 32 und 33 und Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist auf Rang 41 gefallen (Vorjahr: 19).

Der erste deutsche Milliardär findet sich auf Platz 10: Wie nicht anders zu erwarten, handelt es sich dabei um Karl Albrecht (27 Milliarden Dollar), der Aldi Süd aufgebaut hat. Sein Bruder Theo Albrecht (Aldi Nord) ist mit 23 Milliarden auf Platz 16 gelistet. Daneben haben es noch 57 weitere deutsche Einzelpersonen und Familien in die Forbes-Liste geschafft.

Insgesamt umfasst die Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt 1125 Personen . Um überhaupt gelistet zu werden, müssen die Personen mindestens eine Milliarde Dollar schwer sein.

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