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Neue Boeing 787-8 soll nicht sicher vor Hackern sein

08.01.2008 | 15:19 Uhr |

Als eines der ersten Flugzeuge wird der Passagier-Jet Boeing 787-8 Dreamliner an Bord einen Internet-Zugang für Reisende bieten. Noch bevor die Maschinen tatsächlich fliegen, werden Sicherheitswarnungen laut: Der Jet soll empfindlich gegen Hacker-Angriffe sein.

Angeblich sei der Internet-Zugang für Passagiere, der Teil des Unterhaltungs-Netzwerks ist, nicht ausreichend von den wichtigen Flugsystemen abgeschirmt. Das hat jetzt das US-amerikanische Technologie-Magazin "Wired" unter Berufung auf Aussagen der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde FAA (Federal Aviation Administration) berichtet.

Demnach sei für Hacker vom Passagierraum aus nicht nur das harmlose Surfen im Internet möglich, sondern auch ein Zugriff auf Navigations-, Kontroll- und Kommunikationssysteme des Flugzeugs. Deshalb fordert die FAA vom Flugzeughersteller Nachbesserungen in der Sicherheit.

Die Unternehmenssprecherin von Boeing, Lori Gunter, hält die Aussagen der FAA für irreführend und weist darauf hin, dass die einzelnen Netzwerke nicht komplett miteinander verbunden seien. Zwar könnten Daten zwischen den Systemen ausgetauscht werden, laut Boeing seien aber Sicherheitsvorkehrungen vorhanden. Zudem wies Gunter darauf hin, dass der Flugzeugbauer bereits Tests zugestimmt habe, die die Aussagen der FAA widerlegen sollen.

Anfang Juli 2008 soll der Dreamliner bei verschiedenen Fluggesellschaften seinen Dienst aufnehmen. Der Jet fasst 250 Passagiere und hat eine Reichweite von rund 15 000 Kilometern.

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