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Flugdrohne gefährdet Lufthansa-Maschine bei der Landung

22.07.2015 | 09:35 Uhr |

Eine Flugdrohne kam einer Lufthansa-Maschine kurz vor der Landung bedrohlich nahe. Die Polizei sucht nun den Besitzer der Drohne.

Eine Lufthansa-Maschine aus München befand sich am Montagnachmittag auf dem Landeanflug zum Flughafen in Warschau, als der LH-Pilot ein Objekt bemerkte, das er als Flugdrohne einschätzte. Das berichtet Zeit in ihrer Online-Ausgabe. Laut Lufthansa handelte es sich um ein schwarzes Objekt an der rechten Seite des Flugzeugs. Die Lufthansa-Maschine flog zu diesem Zeitpunkt 760 Meter hoch, die Drohne war nur noch 100 Meter entfernt.

Flugdrohne gefährdet Lufthansa-Maschine bei der Landung
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© Lufthansa

 
Der Pilot konnte die LH-Maschine, ein Passagierjet vom Typ Embraer 195, zwar sicher landen. Doch die polnische Flugsicherung musste 20 weitere Maschinen auf eine andere Anflugschneise umleiten, bis die Drohne verschwunden war.

Diese Drohnen-Unfälle waren spektakulär

Drohnen-Besitzer bleibt unauffindbar

Polnische Polizei und Militär begann sofort mit der Suche nach dem Besitzer der Drohne. Sogar mit Hubschraubern suchten sie nach dem Drohnen-Piloten. Doch dieser konnte offensichtlich entkommen – und entging damit einer Anzeige. Auf den Drohnen-Besitzer dürfte zudem einiges an Kosten zukommen, wenn er doch noch erwischt würde. Drohnen dürfen in Polen nicht in der Einflugschneise fünf Kilometer vom Flughafen entfernt und auch nicht in einem Bereich von 20 Kilometer rund um den Flughafen fliegen.

Deutsche Bestimmungen für Flugdrohnen

In Deutschland müssen Drohnen mindestens 1,5 Kilometer von einem Flughafen Abstand halten. In Deutschland ist zudem das Überfliegen von Atomkraftwerken, Unfallstellen, des Bundeskanzleramts und von Menschenansammlungen verboten.
 

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