6078

Florida: GPS-Überwachung von Sexualstraftätern

03.05.2005 | 15:59 Uhr |

Sexualstraftäter, die Verbrechen gegen elfjährige Kinder oder jünger verüben, können auf Grund eines neuen Gesetzes in Florida nach ihrer (eventuellen) Haftentlassung lebenslang per GPS überwacht werden. Das Gesetz wurde jetzt von Gouverneur Jeb Bush unterschrieben und soll Anfang September 2005 in Kraft treten.

Im Kampf gegen Sexualverbrechen wurde in Florida nun ein Gesetz verabschiedet, das die Strafen drastisch erhöht und darüber hinaus eine lebenslange Überwachung der Täter ermöglicht.

US-Medienberichten zufolge sieht das Gesetz, das am 1. September 2005 in Kraft treten soll, vor, dass Sexualverbrechen, die sich gegen elfjährige oder jüngere Kinder richten, mindestens 25 Jahre bis hin zu lebenslanger Haft zur Folge haben. Sollte das Opfer umgebracht worden sein, ist auch die Todesstrafe möglich. Zudem sollen Täter, die aus der Haft entlassen wurden, den Rest ihres Lebens per GPS überwacht werden. Bislang sah die Gesetzgebung bei derartigen Verbrechen Haftstrafen bis zu 30 Jahren vor.

Das neue Gesetz entstand unter dem Eindruck des Falls Jessica Lunsford (nach der das Gesetz auch benannt wurde). Die 9-Jährige wurde im März dieses Jahres von einem bereits bekannten Sexualstraftäter entführt, vergewaltigt und umgebracht.

Wie die Überwachung der Straftäter per Satellit technisch vor sich gehen soll, ist nicht bekannt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
6078