136642

Flatrates lassen Stromkosten steigen

24.11.2000 | 17:23 Uhr |

Pauschaltarife für das Surfen im Internet, treiben nach Auffassung von Wissenschaftlern die Stromkosten in die Höhe. Auf Grund der niedrigen Internet-Gebühren würden Surfer kaum noch ihren PC ausschalten.

Pauschaltarife für das Surfen im Internet, so genannte Flatrates, treiben nach Auffassung des Internationalen Wirtschaftsforums Erneuerbare Energien (IWR) in Münster die Stromkosten in die Höhe.

Auf Grund der günstigen Internet-Gebühren würden die Surfer verleitet, ihre Computer kaum noch auszuschalten, sagte IWR-Leiter Norbert Allnoch am Freitag in Münster. Auf diese Weise könnten für Online-Kunden Mehrkosten beim Strom von bis zu 20 Mark pro Monat entstehen und der Gesamtstromverbrauch in Deutschland um mehr als drei Prozent steigen.

Er forderte die Computer-Hersteller auf, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um den Strombedarf der Geräte drastisch zu senken.

Würden alle 18 Millionen Online-Kunden in Deutschland eine Flatrate nutzen und ihre Computer nicht mehr ausschalten, würden jährlich 15 Milliarden Kilowattstunden Strom zusätzlich benötigt, rechnet Allnoch vor. Insgesamt würden in Deutschland jährlich rund 490 Milliarden Kilowattstunden Elektroenergie verbraucht, sagte der Wissenschaftler. (PC-WELT, 24.11.2000, dpa/ pk)

PC-WELT Report: Fakten und Hintergründe zur Flatrate-Entscheidung

AOL bietet Zusammenarbeit an (PC-WELT Online, 20.11.2000)

Aus für T-Online flat? (PC-WELT Online, 17.11.2000)

Flatrate-Urteil - was nun? (PC-WELT Online, 16.11.2000)

Telekom unterliegt im Streit um Internetpauschale (PC-WELT Online, 15.11.2000)

Streit um Internet-Pauschaltarif (PC-WELT Online, 13.11.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
136642