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Flash-basierte Festplatte von Samsung

23.05.2005 | 16:21 Uhr |

Samsung hat mit der "Solid-State-Disk" einen Ersatz für herkömmliche Festplatten vorgestellt. Das System basiert auf Flash-Speicher.

Samsung hat eine Festplatten-Alternative auf Basis von Flash-Speichern vorgestellt. Die "Solid-State-Disk" (SSD) soll mit einer ATA-Schnittstelle ausgestattet sein und mit Kapazitäten bis 16 GB ausgeliefert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten bietet die SSD laut Samsung einige Vorteile. So verbraucht das System weniger Strom und bietet höhere Datenraten.

Ein gewaltiges Problem könnten aber die Kosten für Flash-Speicher sein. So wird das System mit 16 GB laut Samsung mit 16 Speicher-Chips mit je 8 Gbit Kapazität ausgerüstet sein. Derartige Chips kosten auf dem Speicher-Spot Markt derzeit rund 55 US-Dollar, somit würde eine 16-GB-SSD 880 US-Dollar (rund 700 Euro) kosten.

Da Samsung selbst zu den großen Produzenten von Flash-Speichern gehört, ist allerdings davon auszugehen, dass die internen Preise um einiges niedriger liegen. Die SSD soll laut Samsung geräuschlos arbeiten, 5 Prozent der Energie einer herkömmlichen Festplatte benötigen und weniger als die Hälfte wiegen. Die Datenraten gibt das Unternehmen mit 57 MB/s (Lesen) sowie 32 MB/s (Schreiben) an. Da die SSD über keine beweglichen Teile verfügt, soll sie auch besser Erschütterungen widerstehen und unter extremen Umweltbedingungen einsetzbar bleiben. Damit empfiehlt sich das Produkt vor allem für die Industrie oder das Militär, so Samsung. Zudem würde diese Zielgruppe weniger auf den Preis achten, als herkömmliche Endanwender, so das Unternehmen.

Die Massenproduktion der SSD soll im August starten, zunächst sind drei Varianten geplant: eine 16-GB-Version mit 2,5 Zoll Größe und eine 8 GB- sowie eine 4-GB-Version mit je 1,8 Zoll Größe. Preise für die SSDs sind bislang noch nicht bekannt.

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