Flash-Speicher

Robuste Solid State Disk mit Hardware-Verschlüsselung

Donnerstag, 30.10.2008 | 11:20 von pte
Der SSD-Anbieter pureSilicon hat mit der Renegade Series die ersten Flash-basierten SSDs vorgestellt, die mit einer US-Regierungsrichtlinien konformen Hardware-Verschlüsselung aufwarten.
Außerdem genügen die robusten Modelle militärischen Standards für den Einsatz unter extremen Bedingungen. Praktisch gleichzeitig vermeldete Texas Memory Systems die schnellste kommerzielle SSD-Installation mit extremen Datendurchsatzraten. Toshiba wiederum stellt neue Flash-Speicherchips in SLC-Technologie (Single-Level-Cell) vor, wie sie häufig in SSDs genutzt werden. Darunter befindet sich ein Chip mit der laut Unternehmen größten derzeit verfügbaren Speicherdichte bei SLC-Chips.

Die Renegade Series von pureSilicon wartet mit Modellen von bis zu 128 Gigabyte Kapazität auf. Gemein ist allen eine Hardware-Verschlüsselung, die nach dem US-amerikanischen Federal Information Processing Standard anerkannt ist. Die 256-Bit-Verschlüsselung soll für Datensicherheit sorgen, ohne dabei die Performance der SSDs zu beeinträchtigen. Und auch extreme Temperaturen, Stöße und Schwingungen sowie Luftfeuchtigkeit sind laut pureSilicon kein Problem. Denn die Renegade Series genügt dem Standard MIL-STD-810 der US Army, der einen fehlerfreien Betrieb bei diversen Härtetests erfordert. Die Hülle der robusten SSDs ist ähnlich wie bei Apples neuen MacBooks aus einem Stück Aluminium gefräst. Erste Muster der Renegade Series werden bereits verteilt, die allgemeine Auslieferung soll im ersten Quartal 2009 beginnen.

Die in Sachen Input-Output-Operationen pro Sekunde (IOPS) leistungsfähigste kommerzielle SSD-Installation wiederum vermeldet Texas Memory Systems. Basis dafür ist das RamSan-5000-System des Unternehmens, das eine Reaktionszeit von weniger als einer Millisekunde verspricht. "Wir haben ein RamSan-5000-System mit 20 Terabyte Speicherkapazität und einer Mio. IOPS bei einem Kunden installiert, während andere Anbieter Laborergebnisse präsentieren", sagtWoody Hutsell, Executive Vice President at Texas Memory Systems. Dank einem Turbo-Feature und einem großen RAM-Cache soll die RamSan-5000-Lösung sogar auf mehrere Mio. IOPS skalierbar sein.

Gerade SSDs für Hochleistungsanwendungen wie beispielsweise Intels X-25E setzen oft auf SLC-Technologie. Dieser hat sich auch Toshiba nun wieder zugewendet, nachdem sich das Unternehmen nach eigenen Angaben zuletzt auf das nicht ganz so zuverlässige MLC-Verfahren (Multi-Level-Cell) konzentriert hatte, das Speicherchips mit größerer Speicherdichte beispielsweise für MP3-Player und Flash-Speicherkarten liefert. Nun hat Toshiba erstmals SLC-NAND-Flashprodukte in 43-Nanometer-Technologie vorgestellt, die laut Unternehmen 2,5 mal schneller sind als vergleichbare MLC-Chips. Parademodell der Produktreihe ist ein monolithischer 16-Gigabit-Chip, der laut Toshiba die höchste Speicherdichte aktueller SLC-Chips bietet. Er soll ebenso wie zwei kapazitätsstärkere Produkte, die 16-Gigabit-Chips integrieren, im ersten Quartal 2009 in Massenfertigung gehen. Kleinere Speichermodule bis hinunter zu 512 Megabit sollen folgen. (pte/jp)

Donnerstag, 30.10.2008 | 11:20 von pte
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