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Flash-Speicher-Knappheit: Creative greift Apple an

27.10.2005 | 10:28 Uhr |

MP3-Player-Hersteller kämpfen derzeit mit Lieferengpässen bei Flash-Speicher mit 1GB. Creative warnt bereits davor, dass dies Auswirkung auf die lieferbare Menge an Playern für die Weihnachtssaison haben wird. Schuld an der Misere sei Apple, so Creative.

In der kommenden Weihnachtssaison könnten MP3-Player mit 1 GB Flash-Speicher knapp werden - außer es handelt sich um Apples Nano. Grund sind Lieferengpässe bei Flash-Speicher. Unter anderem ist auch Creative betroffen.

"Eine der großen Herausforderungen, der unser MP3-Geschäft gegenübersteht, ist die Industrie-weite Knappheit von 1-GB-Flash-Speicher", erklärte Craigh McHugh, Präsident von Creative Labs. "Die Nachfrage der Industrie nach Flash-Speicher mit hoher Kapazität übersteigt das Angebot und wird sich auf die Verfügbarkeit unserer 1-GB-Flash-MP3-Player in der Weihnachtssaison auswirken. Der Mangel an Flash-Speicher ist, laut Vermutungen von Analysten, in erster Linie das Resultat eines speziellen Vertrags, den Apple mit einem Hauptlieferanten (von Flash-Speicher) für die Weihnachtssaison abgeschlossen hat."

Bei diesem Lieferanten soll es sich um Samsung handeln. Medienberichten zufolge habe sich Apple vertraglich die Lieferung von 1-GB-Flash-Speicher für seinen Nano-Player zusichern lassen, so unsere Kollegen des IDG News Service.

Dieser Deal erhöhe allerdings den Druck auf die gesamte MP3-Player-Industrie, so Sim Wong Hoo, Vorsitzender und CEO von Creative, ohne den Namen Samsung zu erwähnen. Durch die Knappheit würden sich bereits kleinere Hersteller, vornehmlich aus China, aus dem Markt für MP3-Player zurückziehen, so Sim. Er geht allerdings davon aus, dass das Abkommen nicht von Dauer sein werde. "Ich denke nicht, dass der Anbieter davon profitiert, daher ist es ein einseitiger Deal."

Obwohl keinerlei Details über dieses Abkommen bekannt sind, mutmaßen Südkoreanische MP3-Player-Hersteller, dass Samsung die Chips unter Marktpreis an Apple verkauft. Südkoreas Fair Trade Commission denkt bereits über eine Untersuchung des Falls nach.

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