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Flammenwerfer für 900 Dollar findet reißenden Absatz, ganz legal

25.08.2015 | 14:35 Uhr |

Über das Internet hat Chris Byars Geld für die Entwicklung seines Flammenwerfers gesammelt. Die Entwicklung ist fertig - die Waffe verkauft sich prächtig.

Als Chris Byars vor wenigen Monaten auf der Kickstarter-Konkurrenz-Plattform Indiegogo für den XM42 - einen tragbaren Flammenwerfer - Geld sammelte, hat er schlussendlich statt der erhofften 40.000 Dollar sogar über 150.000 Dollar bekommen . Doch damit nicht genug. Die Flammenwerfer verkaufen sich derzeit prächtig, wie Byars gegenüber arstechnica.com berichtet : "Das Geschäft geht durch die Decke, während man gerade über ein Verbot dieser Waffen diskutiert."

Bislang sollen in den USA 350 Flammenwerfer zu je 900 Dollar verkauft worden sein. Der Erschaffer der tragbaren neuen Flammenwerfer sieht sich selbst als Unterstützer der persönlichen Freiheit und Eigenverantwortung. Man sollte, seiner Meinung nach, alles besitzen dürfen - es nur nicht so verwenden, dass jemand anders zu Schaden kommt. Dass die USA 1981 einen Vertrag unterschrieben hat, welcher den Einsatz grausamer Waffen wie den Flammenwerfer verbietet, darauf geht Byars nicht ein. Der Vertrag sieht auch nicht das Verbot für Privatleute vor, sondern den Nicht-Einsatz der Waffe in der Armee der unterzeichnenden Länder. Doch muss man sich fragen, ob es Privatleuten nicht aus den selben Gründen verboten sein sollte, eine Waffe zu besitzen, die Menschen bei lebendigem Leib verbrennt, wie es der Armee dank der Unterzeichnung des Vertrags nicht gestattet ist. In Troy, Michigan, soll der Besitz eines Flammenwerfers eine Strafe von 500 Dollar und bis zu 90 Tagen Gefängnis nach sich ziehen. Auch anderswo in den USA wird derzeit heftig über das Verbot oder Nicht-Verbot diskutiert.

Der XM42-Flammenwerfer wirft seinen Feuerstrahl 7,5 Meter weit und kann 35 Sekunden langes Dauerfeuer aufrecht erhalten. Mit vollem Tank wiegt er nur rund 5 Kilo. In den USA fallen Flammenwerfer bislang nicht unter das nationale Waffengesetz und unterliegen somit keinen Beschränkungen. Man kann sie ohne Waffenschein kaufen, herstellen, verkaufen und benutzen.

Nicht nur Flammenwerfer sind gefährlich - auch über Laser-Waffen in Privathand wird sich die Gesetzgebung früher oder später Gedanken machen müssen.

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