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Fitness-Tracker können gefährlich werden - warnt Symantec

12.09.2014 | 14:19 Uhr |

Das Sicherheits-Unternehmen Symantec hat Fitness-Tracker unter die Lupe genommen. Und etliche Risiken entdeckt.

Neben Smartwatches wie der Apple Watch stellen vor allem Fitness-Tracker den Löwenanteil unter den so genannten Wearables. Immer mehr Hersteller bringen Armbänder oder sonstige Gadgets auf den Markt, die unsere Schritte zählen, den Kalorienverbrauch anzeigen, den Puls messen und uns am Tag danach sagen, wie lange und wie ruhig wir geschlafen haben.
 
Allein in Deutschland wurden in der ersten Hälfte 2014 sechs Millionen Smart Watches und Fitnessarmbänder verkauft, wie das Analystenhaus Canalys meldet. ABI Research prognostiziert, dass bis 2018 rund 485 Millionen Menschen weltweit „Wearables“ tragen werden.
 
Doch das Sicherheits-Unternehmen Symantec warnt nun: Die Fitness-Tracker können die Sicherheit ihrer Träger gefährden.
 
Die Sicherheitsexperten von Symantec haben eine Reihe von Fitness-Armbändern und Apps getestet und ein entsprechendes White Paper veröffentlicht. Das Ergebnis: Fast alle getesteten Apps und Fitnessarmbänder hätten Sicherheitslücken. Eine von fünf Apps übertrage Benutzerinformationen sogar ohne jegliche Verschlüsselung. Die Unternehmen selbst nutzen diese persönlichen Daten oftmals zu Marketingzwecken.
 
Durch das Auslesen der auf der Sportuhr oder dem Fitnessarmband gespeicherten Informationen könnten Hacker potenziell kritische Daten missbrauchen. Frühere Fälle hätten laut Symantec gezeigt, dass mit solchen Informationen beispielsweise festgestellt werden könne, ob ein Nutzer zuhause sei. Oder ob man dort relativ sicher vor Entdeckung einbrechen könne.
 
Der Test deckte zudem mehrere Sicherheitslücken auf, am bedenklichsten davon sei die unverschlüsselte Übertragung von Daten. Fragwürdig sei Symantec zufolge außerdem, dass diese Informationen an mehrere Empfänger gesendet wurden – das Negativ-Beispiel war eine App, die die Daten an 14 verschiedene Empfänger sendete.

So machen Sie Ihre Fitness-Tracker sicherer
 
Um die von Fitness-Trackern ausgehende Sicherheitsgefahr einzudämmen, sollte man für alle Anwendungen und Konten unterschiedliche Benutzernamen und Passwörter verwenden – das gilt grundsätzlich für alle Bereiche der IT und nicht nur für Cloud-Konten, die mit Fitnesstrackern verbunden sind. Zudem sollte man die Bluetooth-Funktion ausschalten, wenn man sie nicht benötigt.
 
Man sollte sich genau überlegen, mit wem man auf welchen Social Media-Plattformen welchen Informationen teilt. Muss wirklich jeder Ihre tägliche Joggingstrecke kennen?
 
Bei der Auswahl der Dienste, Apps und Services sollte man darauf achten, dass diese über eine Datenschutzerklärung verfügen. Wie bei jeder Software sollte man auch bei einer Fitness-App immer die neueste und sicherste Version verwenden.
 

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