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HP-Drucker mit E-Mail-Adresse

Der Druckerhersteller HP will seine Drucker "fit für das iPhone-Zeitalter" machen, berichtet die New York Times. In dieser Woche soll eine neue Produktreihe eingeführt werden, mit der man Druckaufträge von jedem Smartphone oder auch dem iPad abschicken kann, ohne dass erst ein Druckertreiber installiert werden muss. Die neuen Geräte sind dafür mit Touchscreens ausgerüstet und bekommen etwas zugewiesen, das man bei einem Standard-Druckern bisher noch nicht gesehen hat: eine eigene E-Mail-Adresse.

Damit sind vollkommen neue Formen der Vernetzung möglich. Handy-Nutzer können Fotos mit ihrem Mobiltelefon aufnehmen und per E-Mail nach Hause senden, wo der Drucker sie sofort ausgibt. Man kann auch die Adresse seines Druckers an Freunde und Bekannte weitergeben, damit sie ihre Nachrichten direkt dorthin senden. Der Drucker funktioniert dann wie ein Fax, nur dass bei der Übertragung keine Telefonkosten anfallen und die Ausdrucke viel schöner sind. Trotz der neuen Funktionen, die sehr an die Google-Initiative Cloud Print erinnern, sollen die Geräte nicht besonders teuer sein. Die Drucker mit Internet-Anschluss werden zwischen 99 und 400 Dollar kosten.

HP muss ständig innovativ sein, um seine Position als größter Drucker-Hersteller der Welt zu verteidigen. Die Drucker-Abteilung erwirtschaftet zwar nur ein Fünftel des Umsatzes, der im vergangenen Jahr fast 115 Milliarden US-Dollar betrug, aber sie bringt ein Drittel des Profits. Im vergangenen Jahr machte HP einen satten Gewinn von 10,1 Milliarden Dollar. Damit war es leicht, den strauchelnden Smartphone-Hersteller Palm für 1,2 Milliarden Dollar zu kaufen. Vor zwei Wochen hatte der Firmenchef Mark Hurd angekündigt, dass HP das Palm-Betriebssystem Web OS demnächst auch auf Tablets und Druckern einsetzen wird.

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