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Fisker entlässt 75 Prozent seiner Mitarbeiter

08.04.2013 | 09:25 Uhr |

Auf der diesjährigen CeBIT in Hannover konnte man noch einen Fisker-Sportwagen bewundern – ausgestellt von einem deutschen Autohaus, das mit Fisker kooperierte. Doch ob man den Wagen bald noch kaufen kann, steht in den Sternen. Den Fisker steht kurz vor der Insolvenz und entlässt einen Großteil seiner Mitarbeiter. Autos hat Fisker zudem schon seit einigen Monaten nicht mehr produziert.

Fisker Automotive Inc. hat einen Großteil seiner Mitarbeiter entlassen. Konkret müssen 150 von den noch vorhandenen 200 Mitarbeitern gehen. Das berichtet das Wall Street Journal in seiner Online-Ausgabe. Mittlerweile hat Fisker die Rechtsanwaltskanzlei Kirkland & Ellis LLP damit beauftragt, die Möglichkeit für ein Insolvenzverfahren zu prüfen.

Fisker sucht seit einiger Zeit dringend einen Investor. Zuletzt wurde offensichtlich mit zwei potenziellen Geldgebern verhandelt, die aber beide abgesprungen sind. Fisker war zunächst mit 1,2 Milliarden Dollar Kredit von Geldgebern ausgestattet gewesen und hat zudem vom US-Energieministerium einen 190-Millionen-Dollar-Kredit bekommen. Als Geldgeber und Anteilseigner kann die US-Regierung auf die Geschicke von Fisker also etwas Einfluss nehmen. Doch diese Geldmittel reichten nicht aus, um dem Unternehmen eine profitable Kleinserienproduktion seines Elektro-Autos zu ermöglichen.

Fisker ist ein kleines Unternehmen, das Elektro-Autos herstellt. Genauer gesagt Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge mit einer Art Range-Extender, der bei Fisker EVer-Antrieb heißt. Fisker-Autos fahren also grundsätzlich mit dem Strom, den die beiden Elektromotoren liefern (inklusive Rekuperation, Bremskraft-Rückgewinnung etc). Sind deren Batterien leer, so springt der ebenfalls vorhandene Benzinmotor an und füllt die Batterien wieder auf. Dieses Range-Extender-Verfahren verwendet beispielsweise auch Opel in seinem Ampera. Zusätzlich kann man den Fisker aber auch an jeder Steckdose aufladen. Das Fisker-Fahrzeug ist ambitioniert konstruiert, es handelt sich dabei nicht um einen Kleinwagen oder ein Kompaktklasse-Fahrzeug, sondern um einen Sportwagen ähnlich dem Tesla.

Ein Fisker-Sportwagen kostet rund 100.000 US-Dollar. Bisher soll Fisker rund 2000 Fahrzeuge an Kunden rund um den Globus ausgeliefert haben. Die Produktion steht derzeit aber still, weil Fiskers wichtigster Batterienlieferant pleite gegangen ist.

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