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Firmenübernahmen: Keiner schluckte mehr als Microsoft

16.01.2007 | 17:11 Uhr |

Im letzten Jahr kaufte Microsoft mehr Firmen auf als jedes andere Unternehmen. Insgesamt 14 mal zückten die Redmonder den Geldbeutel. Google hielt sich dagegen mit Übernahmen deutlich zurück.

Microsoft wuchs im Jahr 2006 unter anderem auch durch Zukäufe. 14 Fremdfirmen kaufte der Software-Gigant auf, um sein Portofolio zu ergänzen.

Nach Microsoft schlug Datenbankspezialist Oracle am häufigsten zu, allerdings muss sich Oracle den zweiten Platz mit dem Telekommunikations-Unternehmen KPN teilen. Beide Firmen kauften jeweils 13 Mal ein. Auf Rang 4 folgt IBM mit zwölf Übernahmen, wie ein indisches Nachrichten-Magazin berichtet.

Den größten Einzeldeal machte allerdings nicht Microsoft, sondern Kommunikationsspezialist Alcatel. Für die Fusion mit Konkurrent Lucent ließ Alcatel 11,5 Milliarden US-Dollar springen.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wo "wir-sind-überall-mit-dabei"-Google in dieser Aufzählung vorkommt? Immerhin schluckte Google ja unter anderem das Videoportal Youtube. Das vor sich hinwuchernde Suchmaschinen-Imperium landete nur auf Platz zehn und muss sich diesen Platz auch noch mit Cisco und Verisign teilen.

Das muss allerdings nicht unbedingt ein Nachteil für Google sein, ganz im Gegenteil ist Wachstum aus eigener Kraft langfristig oft solider und gewinnbringender als Zukäufe um jeden Preis. Das beweisen unzählige Beispiele aus der jüngsten Wirtschaftsgeschichte, schauen Sie sich nur einmal das Beispiel Daimler-Chrysler an.

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