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Symantec übernimmt PGP

30.04.2010 | 16:12 Uhr |

Das Sicherheitsunternehmen Symantec hat angekündigt, es werde die Verschlüsselungsfirma PGP sowie den Sicherheitsanbieter GuardianEdge Technologies übernehmen.

Einer der größten Software-Hersteller der Welt, Symantec , will die durch ihr gleichnamiges Produkt bekannte Verschlüsselungsfirma PGP für 300 Millionen US-Dollar (etwa 227 Millionen Euro) erwerben. Auch der bereits eng mit Symantec zusammen arbeitende Sicherheitsanbieter GuardianEdge Technologies steht auf dem Einkaufszettel von Symantecs CEO Enrique Salem.

Die Verschlüsselungs-Software PGP (Pretty Good Privacy) wurde von Phil Zimmermann entwickelt und 1991 erstmals veröffentlicht. Sie hat sich seitdem zu einen Standardprodukt für Mail- und Dateiverschlüsselung entwickelt. 1996 wurde PGP Inc. gegründet und 1997 von Network Associates (McAfee) übernommen. 2002 erwarb die neu gegründete PGP Corp. die Rechte an der PGP-Software von Network Associates.

GuardianEdge Technologies ist auf Sicherheitslösungen für Mobilgeräte wie Notebooks, tragbare Speichergeräte und Smartphones spezialisiert. Es arbeitet schon länger mit Symantec zusammen und hat laut Symantec eine gute Marktposition im Behördengeschäft. Den Kaufpreis gibt Symantec mit 70 Millionen US-Dollar, etwa 53 Millionen Euro, an.

Symantecs Übernahmepläne stehen noch unter dem Vorbehalt der üblichen kartellrechtlichen Prüfungen, sollen jedoch bis Ende Juni umgesetzt sein. Symantec will mit der Übernahme der beiden Anbieter sein Portfolio für Unternehmenssicherheit durch Verschlüsselungslösungen für Mobilgeräte erweitern.

Sind Daten auf mobilen Endgeräten verschlüsselt, kann der durch Verlust oder Diebstahl entstehende Schaden deutlich verringert werden. Der Bereich Data Loss Prevention (DLP), also Lösungen zur Verhinderung von Datenverlusten, erlebt derzeit einen Boom, da fast täglich Meldungen über bei Unternehmen und Behörden verloren gegangene Daten durch die Medien gehen.

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