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Erste Bilder des Handy-Browsers veröffentlicht

01.02.2008 | 13:18 Uhr |

Vor drei Monaten haben die Firefox-Entwickler eine mobile Version ihres beliebten Internet-Browsers angekündigt. Jetzt scheint das Framework fertig zu sein, die Arbeiten an der Benutzeroberfläche können somit beginnen.

Die Mozilla Foundation postete zwei erste Varianten auf ihrer Wiki-Seite, eine für Touchscreen-Handys und eine für Mobiltelefone mit Tasten. Mit dem Wiki sind alle Nutzer aufgerufen, sich an der Gestaltung zu beteiligen.

Wie in der Roadmap angekündigt, wird auch die mobile Version des Browsers auf Basis der Gecko-Rendering-Engine arbeiten, die in der PC-Version zum Einsatz kommt. Daher sind viele der für den Desktop-Browser entwickelten Erweiterungen auch auf dem mobilen Firefox lauffähig. Nach Aussage von Mike Schroepfer, Vice President der Entwicklungsabteilung, wird der bislang namenlose mobile Browser nach Firefox 3 herauskommen, der sich gerade in der Beta-Phase befindet.

Die Entwickler haben sich die besten Funktionen der verfügbaren Browser zum Vorbild genommen. Die Oberfläche werde so gestaltet, dass die Handy-Displays möglichst viel von der Internet-Seite darstellen. Die Steuerung soll darunter nicht leiden. So wird es zwar Tabs geben, die Funktion versteckt sich jedoch in einem Untermenü. Erst beim Anwählen des Menüpunktes „view tabs“ erscheinen die aufgerufenen Seiten ähnlich dem Safari-Browser des iPhones als Thumbnails, zwischen denen gewechselt werden kann.

In der Version für Handys ohne berührungsempfindliches Display erfolgt die Steuerung mit einem Cursor, wie er von Opera Mini bekannt ist. Ein Klick mit der Navigationstaste lässt ihn zum nächsten anwählbaren Element springen, wird die Navigationstaste längere Zeit gedrückt, scrollt die Seite in diese Richtung. Nach einer bestimmten Zeit zeigt der Browser eine Übersicht der Seite. Wird die Navigationstaste wieder losgelassen, zoomt der Browser an der Stelle des Cursors wieder in die Seite hinein.

Die Touchscreen-Version soll komplett ohne Stylus bedienbar sein und aus drei Teilen bestehen. In der Mitte befindet sich das Fenster für die Internet-Seite, am oberen Rand eine Toolbar, die sich verstecken lässt und die Adressleiste sowie den Bookmark-Button enthält. Unten befinden sich die häufig genutzten Funktionen wie vor- und zurückblättern, vergrößern der Seite oder Tabs anzeigen.


Die Struktur ist bislang nur eine Idee der Entwickler, in der viele Fragen noch ungeklärt sind. Etwa, ob die Ansicht "ganzer Bildschirm" alles außer der Internet-Seite ausblenden soll oder die untere Toolbar erhalten bleibt. Eine komplette Übersicht über die Fragen, Entscheidungen und To-Do-Listen der Entwickler gibt es auf den Wiki-Seiten für Handys ohne berührungsempfindliches Display und Geräte mit Touchscreen. Entwickler und Handy-Nutzer mit interessanten Ideen zur Gestaltung des Browsers können dort Kommentare hinterlassen.

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