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Firefox erhält integrierten Phishing-Schutz

07.03.2006 | 15:02 Uhr |

Nach dem Internet Explorer 7 wird auch die kommende Version von Firefox integrierten Schutz vor Phishing-Attacken spendiert. Eine Entwicklung von Google soll in den Browser integriert werden.

Einer der leitenden Firefox-Entwickler, Ben Goodger, ist seit über einem Jahr bei Google beschäftigt ( wir berichteten ). Google unterstützt aktiv die Weiterentwicklung von Firefox. Im Gegenzug ist die Google-Suchmaschine standardmäßig bei Firefox voreingestellt, was bei der Mozilla Foundation für zusätzliche Einnahmen sorgen dürfte.

Ein weiteres Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den Firefox-Machern und Google dürfte die künftige Nutzung einer Anti-Phishing-Technologie sein, die Google entwickelt hat und bereits Ende 2005 unter dem Namen "Google Safe Browsing" als Firefox-Erweiterung veröffentlicht hatte ( wir berichteten ).

In einem Blog-Eintrag gibt Entwickler und aktives Mozilla-Mitglied Henrik Gemal bekannt, dass die Anti-Phishing-Erweiterung von Google in den Code von Firefox aufgenommen werden wird. Die Erweiterung von Google soll als Basis für eine Anti-Phishing-Funktion von Firefox genutzt werden. Standardmäßig soll der Phishing-Schutz deaktiviert sein. Die Zusammenarbeit mit Google zeige, so Gemal, dass Google daran interessiert sei, dass Firefox der beste und sicherste verfügbare Browser wird.

Die Firefox-Erweiterung "Google Safe Browsing" ist bereits seit einigen Wochen auf dieser Seite verfügbar. Sie war zunächst nur für US-Anwender nutzbar, kann mittlerweile aber von allen Anwendern weltweit eingesetzt werden.

Nach der Installation warnt die Erweiterung Anwender, sobald Sie sich auf einer potentiellen Phishing-Site befinden. In der Adresszeile erscheint ein "Stopp"-Symbol. Laut Angaben von Google erfolgt die Bewertung einer Site über ausgeklügelte Algorithmen und eine Blacklist. Zusätzlich bietet die Erweiterung auch eine Funktion namens "Enhanced Protection". Ist diese aktiviert, dann versendet die Erweiterung jede URL einer besuchten Seite an Google zur Überprüfung. Gleichzeitig wird laut Angaben von Google auch eine komprimierte Form der Website an Google gesendet. Anhand dieser Daten versucht Google dann festzustellen, ob sich der Anwender auf einer gefährlichen Seite befindet und schlägt gegebenenfalls Alarm.

Firefox: Mozilla kürt die besten Erweiterungen (PC-WELT Online, 06.03.2006)

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