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Firefox blockiert einzelne Flash-Inhalte ab August

20.07.2016 | 17:02 Uhr |

Mozilla kündigt an, dass Firefox ab August die Darstellung einiger bestimmter Flash-Inhalte blockieren wird.

Mozilla teilt in einem Blog-Eintrag vom Mittwoch mit, dass Firefox ab August "einzelne Flash-Inhalte blockieren" werde. Dabei werde es sich um Inhalte handeln, die "für die Nutzererfahrung" nicht unbedingt erforderlich seien. Die Darstellung wichtiger Flash-Inhalte werde dagegen auch weiterhin unterstützt.

Die Firefox-Entwickler begründen den Schritt damit, dass dadurch die Sicherheit der Firefox-Nutzer verbessert werde. Hinzu kämen eine längere Akkulaufzeit, ein schnelleres Laden von Websites und eine insgesamt bessere Reaktionsfähigkeit des Browsers.

In dem Blog-Eintrag verweist Mozilla auch darauf hin, dass die immer seltenere Nutzung des Flash-Plugins und der Wechsel zu alternativen Techologien, sich sowohl für die Website-Anbieter als auch die Nutzer positiv ausgewirkt habe. "Seit Webseiten verstärkt auf andere Web-Technologien als Flash zurückgreifen, ist die Absturzrate bei Firefox-Plugins deutlich gesunken", so Mozilla. Firefox werde nun ab August durch das Blockieren bestimmter Flash-Inhalte dafür sorgen, dass sich dise Entwicklung weiter fortsetze. Um Kompatibilitätsprobleme bei Webseiten zu minimieren, werden die Änderungen zunächst auf eine kuratierte Liste von Flash-Inhalten beschränkt, die sich durch HTML ersetzen lassen. Langfristig sei geplant, die Liste zu erweitern.

Im nächsten Schritt werden Firefox-Nutzer dann ab dem Jahr 2017 immer zur Zustimmung aufgefordert, bevor Webseiten das Flash-Plugin aktivieren. Mozilla empfiehlt Website-Entwicklern daher, rechtzeitig von Silverlight oder Flash hin zu HTML-Technologien zu wechseln. Zur verschlüsselten Videowiedergabe unterstütze Firefox beispielsweise bereits Adobe Primetime und Google Widevine als Alternativen zu den Flash- und Silverlight-Plugins.

Google hatte im Februar angekündigt, künftig keine Werbeanzeigen mehr im Flash-Format akzeptieren zu wollen. Derartige Werbemittel werden nun seit dem 30. Juni 2016 nicht mehr von den zu Google gehörenden Werbenetzwerken DoubleClick und Adwords akzeptiert. Die Auslieferung noch durchgewunkener Anzeigen kann bis maximal zum 2. Januar 2017 erfolgen. Danach ist Schluss.

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