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Firefox & Co: Mozilla Corporation übernimmt Weiterentwicklung

03.08.2005 | 12:51 Uhr |

Die Non-Profit-Organisation Mozilla Foundation hat am Mittwoch die Gründung einer neuen, kommerziellen Tochtergesellschaft verkündet: Die Mozilla Corporation. Ziel des Unternehmens werden die Produktentwicklung und die Distribution von Firefox, Thunderbird und anderen Open-Source-Projekten sein.

Die Non-Profit-Organisation Mozilla Foundation hat am Mittwoch die Gründung einer neuen, kommerziellen Tochtergesellschaft verkündet: Die Mozilla Corporation . Ziel des Unternehmens werden die Produktentwicklung und die Distribution von Firefox, Thunderbird und anderen Open-Source-Projekten sein.

Die Leitung der Mozilla Corporation übernimmt Mitchell Baker, die bisher eine leitende Funktion innerhalb der Foundation innehatte und den Titel "Chief Lizard Wrangler" trug.

"Die Gründung der Mozilla Corporation gibt der Mozilla Foundation neue Möglichkeit, noch erfolgreicher bei der Auslieferung innovativer Open-Source-Produkte zu werden", so Baker. Mozilla Corporation sei kein typisches kommerzielles Unternehmen, sondern werde sich dem Wohle der Öffentlichkeit widmen und den Zielen des Mozilla Projekts folgen. Jegliches erzieltes Einkommen soll in die Verwirklichung der Ziele der Foundation fließen. "Unser Ziel ist ein offenes Internet zu fördern. Aber wir konnten nicht den Fakt ignorieren, dass Firefox ein wertvoller Vermögensgegenstand geworden ist", erklärte Baker gegenüber der New York Times.

Die Mozilla Corporation wird wie die Mozilla Foundation ihren Sitz in Mountain View (Kalifornien) haben und ihre Arbeit sofort aufnehmen. Nahezu alle Mitarbeiter der Mozilla Foundation wechseln zur Mozilla Corporation. Bei der Mozilla Foundation bleiben nur noch drei Mitarbeiter beschäftigt. Mozilla Corporation beschäftigt 36 Personen.

Die konkreten Auswirkungen auf Firefox, Thunderbird & Co: Die Mozilla Corporation übernimmt die (Weiter-)Entwicklung der Software und wird künftige Versionen veröffentlichen. Die Produkte sollen weiterhin kostenlos bleiben.

Zusätzlich will das Unternehmen auch kostenpflichtigen Support und Dienstleistungen anbieten, was bisher der Nonprofit-orientierten Mozilla Foundation nicht möglich war. Dadurch soll auch für eine größere Verbreitung der Produkte gesorgt werden. Andere dürfen ebenfalls die Distribution von Firefox und Thunderbird übernehmen, solange sie der "Mozilla trademark policy" folgen.

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