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Intel friert alle Gehälter ein

24.03.2009 | 15:09 Uhr |

Intel hat am Montag verkündet, dass die Gehälter aller Mitarbeiter und auch der Führungskräfte bis auf weiteres eingefroren werden. Mit der Maßnahme sollen die Ausgaben reduziert und die Kosten besser kontrolliert werden.

Mit der Maßnahme reagiert Intel auf den Rückgang der Nachfrage nach Chips aufgrund der weltweiten Finanzkrise. Ein Intel-Sprecher betonte, dass die Maßnahme alle Intel-Mitarbeiter und damit auch Intel-Chef Paul Otellini betrifft. "Wir sind in der härtesten Rezession in der Geschichte unserer Industrie und wir müssen damit weitermachen, die Kosten zu kontrollieren", sagte der Intel-Sprecher. Noch müssen aber die Anteilseigner zustimmen, ob die Regelung auch für Otellini und die anderen Führungskräfte gilt.

Zusätzlich kündigte Intel auch an, dass man plane Mitarbeiter zu entschädigen, die mit ihren Intel-Anteilen Verlust gemacht haben. Den Mitarbeiter soll außerdem die Gelegenheit gegeben werden, neue Anteile an Intel zu erwerben, nachdem der Wert der Ende 2008 ausgegebenen Anteile unter dem Bezugspreis gesunken war.

Am 26. Dezember lag der Wert der Intel-Anteile bei 14,18 US-Dollar und damit unter dem Bezugspreis. Das Unternehmen hatte gemeldet, dass der Profit im vierten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 90 Prozent gesunken war.

Mit dem neuen Plan, Anteile an die Mitarbeiter auszugeben, will Intel vor allem die Top-Kräfte im Unternehmen halten, die zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen. Laut Angaben von Intel sind zum Stichtag 27. Dezember 2008 rund 83.900 Menschen bei Intel beschäftigt, von denen 87 Prozent Anteile an Intel halten.

Im Januar hatte Intel auf den Rückgang der Nachfrage nach Chips mit der Streichung von 6000 Jobs reagiert. Außerdem sollen vier Produktions- und Test-Anlagen geschlossen werden. In Malaysia, in den Philippinen und in den USA. Zugleich kündigte das Unternehmen an, über die nächsten zwei Jahre insgesamt 7 Milliarden US-Dollar in drei bestehende Anlagen in den USA investieren zu wollen.

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