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Filter gegen Bilder-Spam

08.08.2006 | 16:38 Uhr |

Durch die Erkennung sich wiederholender Muster sollen Spam-Mails erkannt werden, die nur aus Bildern bestehen.

Beim Versand unerwünschter Werbe-Mails gehen Spammer seit eininger Zeit neue Wege. Sie verpacken ihre Botschaften in Bilder, die wie Text aussehen. Das Sicherheitsunternehmen Commtouch will diesen Bilder-Spam mit Hilfe einer patentierten Technik zur Erkennung sich wiederholender Muster ausfiltern.

Vor allem bei so genannten "Punk-and-Dump"-Kampagnen bedienen sich Spammer der Umsetzung von Text in Bilddateien. Dieser Spam-Typ versucht nicht Produkte zu verkaufen sondern die Kurse unbedeutender Wertpapiere in die Höhe zu treiben, mit denen sich die Hintermänner vorher eingedeckt haben. Steigt deren Wert durch eine solche Kampagne, verkaufen sie die Aktien wieder und streichen den Gewinn ein. Dadurch sinken die Kurse wieder und die herein gefallenen Anleger schreiben Verluste.

Die von Commtouch als "Recurrent Pattern Detection" (RPD) bezeichnete Technik kommt bei der Analyse von Massen-Mails aller Art zum Einsatz. So basiert zum Beispiel auch der "Outbreak Shield" von G Data Antiviren Kit auf dieser Commtouch-Entwicklung. Die Software generiert eine Prüfsumme der Mail-Bestandteile und sendet diese an Commtouch. Werden viele gleichartige Mails gemeldet, werden sie als Spam eingestuft und zukünftig blockiert. Die ersten auftretenden Exemplare solcher Mails kommen also noch durch, die Masse bleibt hingegen im Filter hängen.

Spam-Mails mit Bildern sind meist mehrfach größer als Text-Spam, eine typische Größe sind 30 KB. Bei einer Flut ungefilterter Spam-Mails kann sich der Bedarf an Festplattenkapazität bei Providern und in größeren Unternehmen drastisch erhöhen und schnell zum Problem werden. Außerdem sind Unternehmen verpflichtet erhaltene Mails archivieren, wodurch sich das Speicherplatzproblem weiter verschärft. Wird Bilder-Spam bereits abgefangen, bevor er im Mail-Programm landet, werden also Ressourcen geschont, Investitionen gespart und es geht weniger Arbeitszeit verloren.

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