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Filmstudio testet DVD mit Ablaufdatum

19.10.2004 | 10:18 Uhr |

Auf der Suche nach neuen Vertriebswegen im digitalen Zeitalter testen die Macher des Films "Noel", ob sich Konsumenten auch mit DVDs mit Ablaufdatum anfreunden können.

Am 12. November startet der Film "Noel" in den US-Kinos. Zeitgleich wird der Film auch auf DVD angeboten, beispielsweise hier bei Amazon . Der Preis beträgt günstige 4,99 Dollar. Doch die Sache hat einen Haken: Bei der DVD handelt es sich um ein speziell präpariertes Medium, das sich nach dem Öffnen der Verpackung innerhalb von 48 Stunden "zerstört". Dies berichtet das Wall Street Journal. Mit dieser Maßnahme hofft "Noel"-Produzent Howard Rosenberg das Geschäft in den ersten Wochen nach dem Filmstart bestmöglich anzukurbeln, so das WSJ.

Bei dem so genannten Flexplay -Verfahren reagiert der oberste Layer der DVD mit dem Sauerstoff in der Luft. In der Folge wird die zunächst transparente Schicht im Laufe von zwei Tagen schwarz. Die DVD ist damit nicht mehr lesbar und reif für den Müll. Disney setzt diese Technologie beispielsweise für Verleih-DVDs ein.

Die DVD mit Ablaufdatum ist für die Macher von "Noel" aber nur ein Teilaspekt auf der Suche nach neuen Vertriebswegen im Kampf gegen Raukopien, die oft schon vor dem offiziellen Start erhältlich sind. So soll "Noel" kurz nach dem Kinostart auch beim Kabelsender TNT zu sehen sein.

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