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Filmindustrie gewinnt DVD-Prozess

18.08.2000 | 12:39 Uhr |

In Manhattan wurde der Website-Betreiber Eric C. Corley und seine Firma 2600 Enterprises verurteilt, Programme, die das Kopieren von DVDs ermöglichen, nicht mehr über seine Website verbreiten zu dürfen.

In Manhattan wurde der Website-Betreiber Eric C. Corley und seine Firma 2600 Enterprises verurteilt, Programme, die das Kopieren von DVDs ermöglichen, nicht mehr über seine Website verbreiten zu dürfen.

Richter Lewis A. Kaplan verwies auf das im Jahr 1998 vom Kongress beschlossene "Digital Millenium Copyright Act", welches die Verbreitung von Programmen die Copyright-Sicherungen ausschalten können verbietet.

Der Angeklagte verwies auf sein Recht der freien Meinungsäußerung, welches wiederum durch ein Verbot der Bereitstellung des Programms verletzt werden würde.

Allerdings folgte der Richter in seiner Urteilsfindung den Argumenten der Klägerseite, die auf die hohen Investitionen für die Langzeitrechte der Spielfilme hinwiesen. Hieraus leiteten sie einen Anspruch auf das alleinige Vertriebsrecht dieser Produkte ab, welches durch die Crack-Programme verletzt wurden.

Die Filmindustrie und deren Vertreter Anwalt Leon P. Gold zeigten sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Demzufolge darf Eric C. Corley die Software nun nicht mehr auf seiner Site anbieten, auch Links auf andere Seiten zu diesem Programm sind ihm untersagt. Corley will jedoch in Berufung gehen. (PC-WELT, 18.08.2000, mp)

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