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Filmförderungsanstalt: "Erschreckendes Raubkopienverhalten in Deutschland"

08.04.2003 | 11:02 Uhr |

Vor kurzem mahnte der Phonoverband wegen der steigenden Zahl kopierter Musik-CDs, nun meldet sich auch die deutsche Filmwirtschaft zu Wort. Bezug nehmend auf dieselbe Studie der Gesellschaft für Konsumforschung, die auch der Phonoverband heranzog, warnt dievor einem "erschreckenden Raubkopienverhalten bei Spielfilmen in Deutschland".

Vor kurzem mahnte der Phonoverband wegen der steigenden Zahl kopierter Musik-CDs ( wir berichteten ), nun meldet sich auch die deutsche Filmwirtschaft zu Wort. Bezug nehmend auf dieselbe Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die auch der Phonoverband heranzog, warnt die Filmförderungsanstalt Berlin (FFA) vor einem "erschreckenden Raubkopienverhalten bei Spielfilmen in Deutschland".

Während im Jahr 2001 Filmkopien auf CD Angaben der Studie zufolge nicht vorhanden, beziehungsweise kaum messbar waren, änderte sich das Bild im Jahresverlauf dramatisch. So wurden in 2002 bereits 59 Millionen Rohlinge mit Filmen bespielt, was einem Anteil von 11 Prozent (gemessen am Gesamtvolumen der verkauften Rohlinge) entspricht. Besonders beliebt sind Filmkopien demnach bei Anwendern zwischen 10 und 29 Jahren, also dem Kernzielpublikum der Filmwirtschaft.

Insgesamt sollen im Jahr 2002 5,2 Millionen Anwender jeweils 12 Rohlinge mit Filmen gebrannt haben. Für die Filmwirtschaft wiederholt sich somit der Trend, gegen den die Musikindustrie bereits seit Jahren kämpft. Gerade das Herunterladen aktueller Titel, die in Deutschland noch gar nicht im Kino laufen, oder noch nicht auf DVD/VHS erschienen sind, bereitet dem Verband Sorge. Mit dieser Entwicklung verliere die Kino und Videowirtschaft ihre Exklusivität und damit einen Großteil ihrer potenziellen Besucher und Käufer, meint die FFA.

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