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Filesharing boomt wie nie zuvor

30.04.2002 | 10:34 Uhr |

Filesharing-Websites und -Programme wie Kazaa, Morpheus und Co boomen wie nie zuvor. Im letzten Jahr hat sich ihre Zahl mehr als verfünffacht. Den Erfolg der Tauschbörsen konnten auch die massiven juristischen Schritte der Musikindustrie und der Softwarefirmen nicht stoppen.

Filesharing-Websites und -Programme wie Kazaa, Morpheus und Co boomen wie nie zuvor. Im letzten Jahr hat sich ihre Zahl mehr als verfünffacht. Den Erfolg der Tauschbörsen konnten auch die massiven juristischen Schritte der Musikindustrie und der Softwarefirmen nicht stoppen.

Ob Songs, Videos, Software oder Computerspiele - in den Tauschbörsen gibt es beinahe alles. Fast immer werden dabei allerdings illegale Kopien getauscht. Sehr zum Ärger von Universal, BMG und Co, die diese Produktpiraterie für entgangene Unternehmensgewinne verantwortlich machen. Bisher sind die großen Musikproduzenten und Hollywood-Studios jedoch mit ihrem Vorhaben gescheitert, die Tauschbörsen auszutrocknen.

Die U.S. Firma Websense untersuchte jetzt die Entwicklung der Peer-to-Peer-Tauschbörsen und zählte fast 38.000 Websites. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Zunahme um 535 Prozent. Jeder dritte Download steht in Zusammenhang mit den Tauschbörsen und deren Zugangssoftware.

Die Liebhaber von illegalen Kopien von Musik und Filmen nutzen für ihre Sammelleidenschaft zunehmend die schnellen Internetanbindungen der Unternehmen, in denen sie arbeiten. Dort können Sie möglichst schnell möglichst viele Downloads auf die Festplatten ihrer Bürorechner ziehen. Unternehmen, die solch ungesetzliche Verhaltensweisen ihrer Mitarbeiter hinnehmen, können jedoch möglicherweise selbst in Konflikt mit dem Gesetz kommen, wie Jennifer Kearns, Anwältin für britisches Arbeitsrecht, meint.

Kazaa will Lizenzgebühren zahlen (PC-WELT Online, 25.04.2002)

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