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Fiducia IT nimmt Kurs auf SOA

09.11.2006 | 11:31 Uhr |

Mit seinem Java Banking Framework bewegt sich die Karlsruher Fiducia-Gruppe, der IT-Dienstleister für rund 850 Volksbanken und Raiffeisenbanken, in Richtung Service-orientierte Architekturen.

Im Rahmen des Projekts "Horizon" modernisiert das Unternehmen schon seit längerem seine Core-Banking-Systeme. Die Grundlage bildet eine Java-basierende Banking Platform (JBF). Ob es sich dabei bereits um eine "echte" SOA oder schlicht um ein Java-Framework handelt, dürfte unter Experten umstritten sein. Dennoch haben die Banker mit dem ambitionierten Vorhaben bereits einige Grundprinzipien Service-orientierter Architekturen umgesetzt, wie Fiducia-Vorstand Klaus-Peter Bruns im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE erläuterte.

Ausgangspunkt des Vorhabens waren demnach fachliche Domänen, wie beispielsweise der Zahlungsverkehr, die im Fiducia-Jargon "Bündel" heißen. In diesen Domänen finden sich so genannte CBX-Module, sprich fachliche Services auf Basis des JBF-Frameworks, die sich mehrfach verwenden lassen. "Wir stellen derzeit rund 720 fachliche CBX-Module zur Verfügung", so Bruns. Hinzu kämen zahlreiche technische Service-Komponenten. Auffinden und nutzen ließen sich die Software-Services über ein zentrales Verzeichnis.

"Im Prinzip handelt es sich bei JBF um eine reinrassige SOA", wirbt Gernot Nolte, frisch gekürter Leiter der Anwendungsentwicklung bei Fiducia. Das Framework umfasst demzufolge zwei Kernkomponenten: Zum einen ein Vorgehensmodell für die fachliche Servicemodellierung, zum anderen einen Baukasten für Softwareentwickler. Letzterer beschreibt verbindliche Vorgaben, mit dem die Fiducia einheitliche Designmethoden und -techniken im Bankenverbund durchsetzen will.

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