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Festplatte mit eingebauter Verschlüsselung

13.03.2007 | 16:46 Uhr |

Seagate liefert nach einer langwierigen Ankündigungsphase nun die ersten Exemplare seiner Serie von Notebook-Platten mit eingebauter Verschlüsselungstechnik an Hersteller aus.

Bereits seit geraumer Zeit kündigt Seagate eine Festplattenserie mit Verschlüsselungstechnik an, liefert immer mal wieder häppchenweise ein paar Information dazu. Nun scheint es endlich soweit zu sein, dass Notebook-Hersteller die Daten-Safes in ihre Rechner einbauen können. Ein erstes Produkt ist für Ende März angekündigt.

Seagate will mit der 2,5-Zoll-Festplattenserie "Momentus 5400 FDE.2" (FDE: Full Disk Encryption) vor allem Unternehmen ansprechen, die durch gestohlene oder verloren gegangene Notebooks nicht nur wichtige, unter Umständen vertrauliche Geschäftsdaten in die Hände Unbefugter geben. Da die Unternehmen in den USA verpflichtet sind einen solchen Verlust öffentlich bekannt zu machen, ist damit auch ein Image-Schaden beträchtlichen Ausmaßes verbunden.

Seagates neue S-ATA-Festplattengeneration enthält einen Chiffrier-Chip, der die gesamten Inhalte des Speichermediums beim Schreiben verschlüsselt und beim Lesen wieder entschlüsselt - alles "on-the-fly". Der Benutzer soll praktisch kaum eine Geschwindigkeitseinbuße bemerken. Er kann beim Einrichten des Rechners ein Passwort festlegen, das er stets nach dem Einschalten eingeben muss. Ein Unternehmen kann zusätzlich ein Master-Passwort vergeben, damit die Daten bei Ausscheiden des Mitarbeiters (oder wenn dieser sein Passwort vergessen hat) weiter zugänglich sind.

Eine weitere Funktion ermöglicht das sichere Löschen der Daten, bevor der Rechner für einen neuen Benutzer eingerichtet, verkauft oder aus dem Verkehr gezogen werden soll. Seagate will seine FDE.2-Platten mit 80, 120 und 160 GB Kapazität sowie 8 MB Cache anbieten. Die Verschlüsselung nutzt das AES-Verfahren mit einem 128-Bit-Schlüssel. Als weiteren Vorteil hebt Seagate hervor, dass bei Verlust eines Notebooks mit derart verschlüsselter Festplatte keine peinliche Veröffentlichung des Vorfalls nötig ist.

Der kalifornische Hersteller ASI will Ende März ein erstes Notebook mit einer 80-GB-Festplatte aus Seagates FDE.2-Serie auf den Markt bringen. Das ansonsten mit den üblichen Ausstattungsmerkmalen, etwa einem Intel Core 2 Duo Mobile Prozessor mit 2.0 GHz, gelieferte Gerät soll 2150 US-Dollar (1636 Euro) kosten.

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