261293

Programmierer des Mariposa-Bot verhaftet

29.07.2010 | 16:38 Uhr |

Die slowenische Polizei hat drei Personen verhaftet, darunter den mutmaßlichen Programmierer des so genannten Mariposa-Bot. Bereits im März gab es Festnahmen von Mariposa-Nutzern in Spanien.

Eine gemeinsame Ermittlungsaktion der US-Bundespolizei FBI, der spanischen und der slowenischen Polizeibehörden hat zur Verhaftung des mutmaßliche Programmierers eines als "Mariposa" bekannt gewordenen Bot geführt. Insgesamt sind Mitte Juli drei Personen in Slowenien verhaftet worden, die das Geschäft mit der Mariposa-Malware aufgebaut haben sollen.

Als Kopf der Bande gilt ein Informatiker mit dem Hacker-Namen "Iserdo", dessen richtigen Namen die meisten Quellen nicht nennen. Brian Krebs, Sicherheitsforscher ehemaliger Kolumnist der Washington Post, gibt jedoch auf seiner Website an, Iserdos Namen zu kennen. Er sei nach slowenischen Pressemeldungen ein ehemaliger Informatik-Student der Universität von Maribor. Er sei nach einigen Verhören gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Iserdo soll sein Untergrundgeschäft unter dem Namen "ButterFly Network Solutions" betrieben haben. Er soll Kopien seiner Botnet-Malware für jeweils mehrere hundert Dollar an andere Online-Kriminelle verkauft haben, die damit ihre eigenen Botnetze aufgebaut haben. Dies berichtet Luis Corrons im Blog der PandaLabs , der an den Ermittlungen hautnah mitgewirkt hat. Im März wurden bereits einige von Iserdos Kunden in Spanien verhaftet.

Der Mariposa-Bot (spanisch für Schmetterling, englisch: butterfly) hat eine gewisse Bekanntheit erlangt, als im März in Spanien Mobiltelefone entdeckt wurden, denen mit Mariposa verseuchte SD-Karten beilagen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
261293