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Fernsehen total mit Ihrem eigenen TV-Kanal

06.12.2005 | 15:29 Uhr |

Vermutlich ist auch in Ihrer Wohnung ein Antennenkabel verlegt. Und das kann mehr, als man ihm zunächst zutraut. Denn es ersetzt - etwas Bastelarbeit vorausgesetzt - eine aufwändige Netzwerklösung und liefert dafür TV und Internet auf jeden angeschlossenen Fernseher.

Für die Mehrzahl der Zeitgenossen dürfte ein Fernseher in der Wohnung ausreichen. Vielleicht noch ein kleiner Zweitfernseher für den Nachwuchs – das war's. Doch der eine oder andere Tüftler will mehr: Fernsehen total in jedem Zimmer, überall die eigenen DVDs genießen und noch dazu vom TV-Gerät aus und auf der Couch lümmelnd durch's Internet düsen. Wer sich für eine solche Highend-Lösung interessiert und sie sich selbst zusammen bauen will, wird auf der deutschsprachigen Website zu Modves fündig.

Modves (modulationsbasierender Video–Entertainment-Server): Dahinter verbirgt sich eine Home-Entertainment-Lösung per Antennenleitung. Ein Rechner erzeugt sozusagen den eigenen Fernsehkanal (mit den Multimediainhalten), der dann über das ohnehin vorhandene Antennenkabel an die einzelnen Fernseher ausgestrahlt wird.

Die Modves-Lösung bietet sich als Alternative zu Media-Center-PCs an, die mit den Fernseher verbunden werden und ist auch eine Alternative zu Netzwerkplayern (per Kabel oder WLAN). Der Vorteil von Modves: Sie benötigen am Fernseher keine extra eingerichtete Netzwerkverbindung. Zudem können Sie alle Multimediainhalte wiedergeben, die sich auf dem Rechner befinden und für die ein entsprechender Video- und Audiocodec installiert ist, ohne dass Sie irgendwelchen Beschränkungen durch die Eigenschaften des Netzwerkplayers unterworfen sind.

Das brauchen Sie: Einen PC (der die Multimediainhalte bereitstellt) mit einer Grafikkarte (die über einen TV-Ausgang - S-Video- oder Composite - verfügt) und einer Soundkarte. Sinnvoll ist zusätzlich eine Netzwerkkarte, um zum Beispiel über die Multimediaoberfläche (TVcentral) EPG-Daten, Werbeerkennungsdaten, Nachrichten oder Wetterinformationen direkt per Internet abzurufen.

Ferner benötigen Sie einen TV-Modulator (der das Monitorbild samt Ton in den TV-Kanal umwandelt), eine herkömmliche TV-Antennenleitung, sowie ein IR-Funkübertragungsset und IR-Maus/-Tastatur (um auf dem Rechner zugreifen zu können). Am Fernseher müssen Sie den vom Modulator erzeugten TV-Kanal mit den Sendersuchlauf ermitteln und einstellen.

Über eine Home-Entertainmentsoftware wie beispielsweise TVcentral steuern Sie das Programm vom Fernseher aus und zeichnen es nach Wunsch auf. Außerdem können Sie so am Fernseher surfen und Ihre Mails lesen, sofern der Rechner mit dem Internet verbunden ist. Die IR-Signale werden von einem IR-Empfänger aufgefangen und per Funk an einen IR-Sender in der Nähe des Modves-Rechners übertragen. Dort angekommen, nimmt der IR-Empfänger der Maus und Tastatur des Computers das Signal auf und verarbeitet es. Die IR-Ausrüstung dient also als Rückkanal.

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