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Firefox für Android kündigt sich an

22.10.2009 | 11:31 Uhr |

Mozillas CEO John Lilly hat in einem Interview mit GigaOm-Gründer Om Malik eine mobile Version von Firefox (Codename Fennec) für Googles Android-Plattform angekündigt.

Seinen Ausführungen zufolge sollen zunächst Vollversionen des unter dem Codenamen Fennec entwickelten Browsers für Maemo und Windows Mobile sowie in weiterer Folge auch für Android zur Verfügung stehen.

Von Mozilla Europe wurde auf Nachfrage von pressetext lediglich bestätigt, "dass die Entwicklung einer mit Android kompatiblen Version derzeit intensiv geprüft wird". Bislang liegt die Organisation im Bereich des mobilen Internets hinter Opera, Apple oder Skyfire zurück. "Ziel ist es, auch für mobile Endgeräte einen vollwertigen Webbrowser zu entwickeln, der alle gängigen Webtechnologien wie JavaScript, CSS, Flash, SVG, Video und Audio unterstützt", sagt hingegen Lilly. Daher werde Fennec auf der Rendering-Engine des Firefox 3.6 aufgebaut sein, so der Mozilla-Chef weiter.

Plug-in-Unterstützung wahrscheinlich

Gemäß Mozillas Vice President of Mobile Jay Sullivan haben seine Entwickler lange daran gearbeitet, die JavaScript-Engine TraceMonkey für ARM-Prozessoren zu optimieren. Für Maemo steht schon seit Frühjahr 2009 eine Betaversion von Fennec zum Download bereit. Für Windows Mobile-Entwickler veröffentlichte Mozilla bislang eine Alphaversion. Nach Fertigstellung sollen User erstmals einen Mobile-Browser mit Add-ons erweitern können.

Android-Applikationen werden normalerweise in Java entwickelt. Google bietet jedoch seit einiger Zeit ein natives Entwicklerkit an, das es erlaubt, Anwendungen mit hoher Performance auch in C++ zu schreiben - jener Programmiersprache, die in der Entwicklung von Firefox zur Anwendung kommt. Nicht zuletzt forciert Mozilla genauso wie Google HTML5 als künftigen Webstandard, um separate Entwicklungen für zahlreiche verschiedene Plattformen auf lange Sicht zu vermeiden.

Gerüchten zufolge arbeitet Mozilla auch an einer iPhone-Browserapplikation. Deren Aussichten auf Zulassung in Apples App Store seien jedoch als eher gering einzustufen, lautet der einhellige Tenor im Web. (pte)

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