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Erste Version des mobilen Mozilla-Browsers verfügbar

Opera, Webkit und Internet Explorer bekommen starke Konkurrenz auf dem Handy. Mozilla hat eine erste Variante seiner Mobilversion mit dem Code-Namen Fennec vorgestellt. Der Browser läuft bisher nur auf den Internet Tablets von Nokia und bietet alle Funktionen der PC-Version. Varianten für andere Smartphones sind bereits in Arbeit.

Die Mozilla Mobile Initiative hat einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie ihr Firefox-Browser auf Mobiltelefonen aussehen wird. Von dieser Website lässt sich eine Pre-Alpha-Version für die Linux-Tablets von Nokia herunterladen. Offiziell heißt es zwar, dass diese Mobilversion mit dem Code-Namen Fennec nicht für den Alltagsgebrauch gedacht ist, weil sich viele wichtige Firefox-Funktionen noch nicht nutzen lassen. Doch nach der Installation auf einem Nokia N810 waren wir erstaunt, wie gut der Browser bereits läuft.

Fennec funktioniert wie ein kompletter Firefox auf dem PC mit Tabs und eingebauter Sitzungsverwaltung, auch viele Erweiterungen lassen sich installieren. Durch Plugins für verschiedene Suchmaschinen und Themes wird der mobile Browser dem persönlichen Geschmack angepasst. Bedient wird der Browser auf dem N810 mit einem Stylus oder den bekannten Firefox-Shortcuts auf der Tastatur. Strg-T öffnet beispielsweise ein neues Tab und Strg-R lädt die Seite neu. Eine Version für Windows Mobile ist bereits in der Entwicklung und später soll Firefox auf weitere Smartphones portiert werden.

In einem Leistungsvergleich mit dem mitgelieferten Browser des N810, der MicroB heißt und auf einer früheren Firefox-Version basiert, konnte der Mozilla-Mitarbeiter Christopher Blizzard zeigen, dass Fennec sechsmal schneller ist. Der neue Browser basiert auf dem Quellcode der PC-Variante Firefox 3, die selbst noch in der Entwicklung ist bisher nur als Beta-Version installiert werden kann. In den vergangenen Wochen hat Mozilla die Leistungsfähigkeit der Mobilversion extrem gesteigert und den Speicherverbrauch gedrosselt, so dass der Firefox sich zu einer ernsthaften Alternative zu Opera, Internet Explorer oder Webkit auf dem Handy entwickelt. Besonders die beliebteste Firefox-Erweiterung, Adblock, wird viele Anhänger finden, weil sie wertvollen Platz auf dem kleinen Bildschirm spart und die Ladezeit verkürzt.

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