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Fehlerhaftes Trend-Micro-Update legte weltweit PCs lahm

25.04.2005 | 14:53 Uhr |

Weltweit für Ärger sorgte ein fehlerhaftes Antivirus-Update von Trend Micro. Dieses verlangsamt betroffene PCs beziehungsweise ließ sie komplett abstürzen.

Ein fehlerhaftes Antivirus-Update von Trend Micro sorgte weltweit für Ärger und ließ betroffene Systeme langsamer laufen beziehungsweise abstürzen.

Am Wochenende veröffentlichte das Unternehmen das Official Pattern Release 2.594.00, das auf Grund eines Fehlers im Code bei allen PCs, die das Update heruntergeladen hatten, fast die ganze oder unter Umständen sogar die komplette Rechenleistung des Systems für sich beanspruchte. Dies berichten unsere Kollegen des IDG News Service.

In der Folge liefen die Rechner entweder quälend langsam oder verweigerten komplett ihre Dienste, so Trend Micro. Die fehlerhafte Datei stand am 23. April zwischen 7:30 und 9:02 Uhr (lokale Zeit Japan) auf den Servern zum Download bereit. Eine bereinigte Fassung wurde ab 10:51 Uhr angeboten.

Betroffen waren Unternehmenskunden, die die Officescan-Software von Trend Micro und Windows XP SP2 einsetzen sowie Privatanwender, die PC-Cillin Internet Security 2005 unter Windows XP SP2 im Einsatz haben. Unternehmenssprecherin Naomi Ikenomoto zu den Vorfall: "Das Problem wurde durch unser Virenlabor in Manila während eines Prüfprozesses verursacht, bei dem ein Teil des Tests nicht durchgeführt wurde."

Bis Montag, 14:00 Uhr (lokale Zeit in Tokio) erhielt Trend Micro 311.900 Anrufe von Kunden, deren Rechner nicht oder kaum noch liefen. Der Großteil der betroffenen Kunden stammte aus Japan, allerdings kamen auch Beschwerden aus Australien, dem Mittleren Osten, Europa und den USA, so das Unternehmen. Durch den Download der neuen Version des Updates sollten die Probleme wieder behoben sein, so das Unternehmen.

Inwiefern Trend Micro betroffene Kunden entschädigen will, teilte das Unternehmen noch nicht mit. Sollte Trend Micro sich für Kompensationsleistungen entscheiden, würden die Details darüber zwischen den Kunden und dem Unternehmen aber geheim bleiben, so Ikenomoto.

Falls Sie einen Blick in das hier erwähnte Virenlabor werfen möchten, sollten Sie unsere ausführliche Reportage lesen:

Arbeitsplatz Virenlabor

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