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Verpasst DVB-H die Europameisterschaft?

Mobile 3.0-Chef Rudolph Gröger geht nicht davon aus, dass mobiles Fernsehen über DVB-H rechtzeitig zur Fussball-Europameisterschaft im Juni startet. Die Zulassung des Sendebetriebs wird von den Landesmedienanstalten vergeben. Eigentlich eine Formalität, aber bisher hat lediglich ein Bundesland die Erlaubnis gegeben.

Nach Expertenmeinung fällt der Startschuss für mobiles Fernsehen über DVB-H nicht rechtzeitig zur Fussball-Europameisterschaft. "Der Ball liegt jetzt bei den Landesmedienanstalten", formuliert der ZDF-Medienpolitiker Emil Kettering. Sie sind für die Genehmigung der notwendigen Frequenzen zuständig. Der Geschäftsführer der Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH, Henrik Rinnert, gibt die Hoffnung nicht auf: "Denkbar ist maximal ein eingeschränkter Sendebetrieb in einigen Städten".

Das Konsortium Mobile 3.0, das aus den Verlagshäusern Hubert Burda Media und Georg Holtzbrinck zusammen mit der Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH hervorging, erhielt im Oktober 2007 den Zuschlag für eine Betreiberplattform für mobiles Fernsehen über DVB-H. Dessen Chef Rudolph Gröger erklärte, bisher habe erst eine der 14 Landesmedienanstalten grünes Licht und eine Zulassung für Fernsehen über DVB-H gegeben. Bei fünf weiteren sei die Zulassung in greifbarer Nähe. Jedoch zu weit entfernt, um einen ordentlichen Sendebetrieb bis zur Europameisterschaft zu gewährleisten.

Bereits zur Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland sollte mobiler Fernsehempfang über DVB-H ermöglicht werden. Bleibt zu hoffen, dass wir nicht bis 2010 warten müssen, wenn der Ball in Südafrika rollt. Einig ist man sich unter den Experten, dass Mobile-TV sich in den kommenden fünf Jahren durchsetzen wird und einen großen Markt eröffnet.

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