Die Flatrate-Steckdose verhindert bei Frau P., dass sich der Router ständig neu ins Internet einwählt. Die fragwürdige Abrechnungspraxis von Arcor wird damit untergraben. "Das ist zwar nicht Sinn der Sache, aber es geht nun mal nicht anders.", beschreibt Herr K. die momentane Situation von Frau P. Was bleibt, ist die dicke Rechnung. Diese wird Frau P. wohl zähneknirschend bezahlen bzw. bezahlen müssen, will sie nicht mit dem Inkassounternehmen von Arcor Bekanntschaft machen. IT-Berater K. hatte Frau P. zwar angeboten die Kosten zu übernehmen. Das hatte Frau P. aber abgelehnt. Schließlich seien Herrn K. auch die Hände gebunden.
Als wir Arcor mit dem Fall von Frau P. konfrontieren, werden wir erst einmal vertröstet. Dem Pressesprecher ist eine pauschale Abrechnung von einem Megabyte pro Einwahl und eine 15-Minuten-Zwangstrennung ebenso wenig bekannt, wie der Dame in der Hotline. Nach Abklärung mit den technischen Verantwortlichen räumt Paul Gerlach von Arcor eine pauschale Abrechnung von einem Megabyte pro Einwahl und eine Trennung der Online-Verbindung nach 15 Inaktivität jedoch ein. Eine Abzocke sei das freilich nicht. Es werde in den AGBs ja eindeutig darauf hingewiesen. Auf den Hinweis, dass die meisten der großen anderen Provider erst am Ende des Monats den Traffic aufs volle Megabyte aufrunden, verweist Gerlach auf die Deutsche Telekom: "Wir haben uns bei der aktuellen Tarifgestaltung vom März 2004 an unserem größten Konkurrenten orientiert."
Da sollte sich Arcor wohl besser an anderen Mitbewerbern orientieren, denn im Hinblick auf die deutlich fairere Abrechnungspraxis dieser Provider (siehe "Hintergrund: So ermitteln die Provider Ihren Traffic"), könnten dem Frankfurter Konzern bald die Kunden davonlaufen.
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