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Fast die Hälfte aller PCs in Deutschland soll verseucht sein

12.10.2006 | 16:28 Uhr |

Laut dem in dieser Woche veröffentlichten Trend Micro Virenreport sollen 44 Prozent aller PCs in Deutschland infiziert sein. Diese Zahl basiert auf den mehr als 37.000 Rechnern, die von Juli bis August mit dem kostenlosen Housecall-Virenscanner von Trend Micro untersucht wurden.

Von den mit Housecall geprüften 37.543 Computern waren nach Angaben von Trend Micro 44 Prozent mit Malware oder Grayware (zweifelhafte Programme) verseucht. Knapp vier von fünf befallenen PCs enthielten Adware, Spyware und artverwandte Schädlinge. Hinzu kommen acht Prozent, auf denen Key-Logger, Dialer und andere Crimeware gefunden wurde. Etwa 13 Prozent waren mit Viren, Würmern und Trojanischen Pferden infiziert.

Außerdem scheinen klassische Dateiviren ein Comeback zu feiern. Die Virenfamilie "PE_LOOKED" befällt ausführbare Dateien (meist EXE-Dateien) und wird somit jedesmal gestartet, wenn die infizierte Datei aufgerufen wird. Das Löschen infizierter Dateien kann den Rechner in einen unbrauchbaren Zustand versetzen, deshalb müssen solche Dateien entweder desinfiziert oder durch frische Kopien der Originaldateien ersetzt werden. Im Fall der PE-LOOKED-Viren ist eine Reinigung der Dateien laut Trend Micro möglich.

Die Ausbreitung der Würner aus der Stration-Familie setzt sich weiter fort. Der Schädling wird recht aktiv weiter entwickelt und in ständig neuen Varianten im Umlauf gebracht.

Trend Micro Housecall ist ein Online-Scanner, der mit ActiveX (für Internet Explorer) oder Java (für Mozilla Firefox, auch unter Linux und Mac OS X) arbeitet. Der Dienst kann kostenlos und ohne Registrierung genutzt werden.

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