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Fast 4 Millionen Opfer von Internet-Kriminalität

07.07.2008 | 08:59 Uhr |

Sieben Prozent aller Computernutzer ab 14 Jahren sollen bereits einen finanziellen Schaden durch Viren, bei Online-Auktionen oder beim Online-Banking erlitten haben.

Wie der Hightech-Verband BITKOM mitteilt, sind fast 4 Millionen Deutsche schon einmal Opfer von Computer-Kriminalität geworden. Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des BITKOM. Laut der Befragung nutzen knapp 80 Prozent aller 72 Millionen Deutschen über 14 Jahre privat oder beruflich einen Computer. 2 Prozent der Befragten gaben an, Viren hätten ihren Computer beschädigt. Je 1 Prozent aller Nutzer wurden Opfer bei einer Online-Auktion oder beim Online-Banking. 3 Prozent gaben Schäden „durch sonstige Umstände" an, also beispielsweise durch unseriöse Internet-Dialer.

Die Befragung ergab außerdem, dass Sicherheitsprogramme noch immer nicht zum Standard gehören. Zwar gaben 83 Prozent aller User an, ein Virenschutzprogramm auf ihrem privaten Rechner installiert zu haben - aber nur 67 Prozent nutzten eine Firewall. Auffällig: Frauen nutzen diese Programme deutlich seltener als Männer. „Bei gut 90 Prozent aller Computernutzer ist noch nie ein Schaden entstanden. Dennoch dürfen wir mit dieser scheinbar geringen Schadensquote nicht zufrieden sein. Die absolute Zahl der Geschädigten ist einfach viel zu hoch", sagte Prof. Dieter Kempf, Mitglied im BITKOM-Präsidium.

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